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Was ist ein APS-C-Sensor?

Wer eine neue Kamera kauft, stößt früher oder später auf den Begriff APS-C. Er bezeichnet die Größe des Bildsensors, jener Fläche in der Kamera, auf die beim Auslösen das Licht trifft und das Bild entsteht. APS-C-Sensoren sind größer als die Sensoren in Kompaktkameras und Smartphones, aber kleiner als die Vollformat-Sensoren in Profikameras. Diese Zwischengröße vereint gute Bildqualität, bezahlbare Preise und kompakte Geräte. Deshalb ist APS-C bei Einsteiger- und Semiprofi-Kameras am beliebtesten.

Was die Sensorgröße bewirkt

Die Sensorgröße beeinflusst drei Dinge direkt: wie viel Bildrauschen bei wenig Licht entsteht, wie stark der Hintergrund unscharf werden kann und wie teuer und schwer die Objektive sind. Ein größerer Sensor fängt mehr Licht ein, weil seine Fläche größer ist. Das führt bei gleicher Auflösung zu weniger Bildrauschen bei hohen ISO-Werten, also bei Aufnahmen in der Dämmerung oder bei Kunstlicht. Der Unterschied zu Vollformat ist vorhanden, aber für die meisten Alltagssituationen reicht die Leistung eines APS-C-Sensors völlig aus.

Der zweite Punkt ist die Schärfentiefe, also der Bereich im Bild, der scharf abgebildet wird. Mit einer offenen Blende können Sie den Hintergrund unscharf darstellen, aber nicht ganz so stark wie mit einem Vollformat-Sensor bei gleicher Brennweite und Blende. Für Porträts mit weichem Hintergrund reicht das in den meisten Fällen trotzdem.

Der Crop-Faktor

APS-C-Sensoren sind kleiner als Vollformat-Sensoren, wobei die genauen Maße je nach Hersteller leicht abweichen. Aus diesem Größenunterschied ergibt sich der Crop-Faktor. Er beschreibt, wie sich der Bildwinkel eines Objektivs an einer APS-C-Kamera verändert.

Ein Objektiv, das an einer Vollformat-Kamera einen normalen Bildwinkel liefert, entspricht an einer APS-C-Kamera einem Objektiv mit längerer Brennweite. Für Teleaufnahmen ist das ein Vorteil: Ein kleineres und leichteres Objektiv liefert denselben Ausschnitt wie ein deutlich größeres an einer Vollformat-Kamera. Für Weitwinkelaufnahmen ist es ein Nachteil: Sie müssen ein Objektiv mit kürzerer Brennweite kaufen, um dasselbe Bild zu bekommen. Hersteller wie Sony, Fujifilm und Canon bieten dafür eigene APS-C-Objektive an, die auf diesen kleineren Bildkreis ausgelegt sind.

Größe und Gewicht

Die kompakte Bauweise ist der Hauptgrund, warum sich viele Fotografen für APS-C entscheiden. Eine spiegellose Kamera wie die Canon EOS R100 gehört mit ihrem geringen Gewicht zu den leichtesten Modellen mit Wechselobjektiv. Dazu kommt ein passendes Objektiv, das ebenfalls sehr leicht ist. Das gesamte System passt in eine kleine Umhängetasche und lässt sich bequem über längere Zeit tragen.

Die tatsächliche Größe hängt aber immer von der Kombination aus Kameragehäuse und Objektiv ab. Eine APS-C-Kamera mit einem großen Teleobjektiv ist nicht automatisch kleiner als eine Vollformat-Kamera mit einem kompakten Festbrennweiten-Objektiv. Wer auf maximale Kompaktheit Wert legt, sollte nicht nur auf das Gehäuse achten, sondern auch die Objektive einplanen, die er nutzen möchte.

Was APS-C-Kameras kosten

APS-C-Kameras gibt es in einer breiten Preisspanne. Bei Spiegelreflexkameras, den klassischen DSLR-Modellen, beginnen die Einstiegsmodelle bei einem günstigen Preis für ein Kit mit Objektiv. In der Mittelklasse liegen die Preise höher, und Profimodelle mit wetterfestem Gehäuse und schneller Serienbildgeschwindigkeit kosten über 2.000 Euro. Seit etwa 2016 bieten alle großen Hersteller in dieser Klasse Modelle mit guter Bildqualität an. Bei aktuellen Geräten müssen Sie bei der reinen Bildschärfe keine Abstriche machen.

Bei den spiegellosen Systemkameras, die die DSLR inzwischen weitgehend abgelöst haben, beginnt das Angebot ebenfalls in einem ähnlichen Preisbereich. Einige APS-C-Modelle kosten sogar mehr als günstige Vollformat-Kameras. Das liegt daran, dass der Preis nicht nur von der Sensorgröße abhängt, sondern auch von der Ausstattung wie Bildstabilisator, Sucherqualität, Videoauflösung und Verarbeitung. Ein schneller Autofokus und ein hochauflösender elektronischer Sucher können den Preis stärker treiben als die reine Sensorgröße.

Kameratypen mit APS-C-Sensor

APS-C-Sensoren finden Sie in zwei Bauformen: in klassischen Spiegelreflexkameras und in spiegellosen Systemkameras. Die Spiegelreflexkameras nutzen einen beweglichen Spiegel, der das Licht durch das Objektiv in den Sucher leitet. Sie sind günstiger in der Anschaffung, aber auch größer und schwerer. Die spiegellosen Modelle verzichten auf diesen Spiegel und arbeiten mit einem elektronischen Sucher, der das Bild direkt vom Sensor zeigt. Sie sind kompakter und bieten in der Regel eine bessere Videoqualität.

Die meisten Hersteller setzen inzwischen auf spiegellose APS-C-Kameras. Canon bietet mit der R-Serie Modelle wie die R50 und R10 an, Sony mit der A6000-Serie und Fujifilm mit der X-Serie. Fujifilm ist besonders bekannt für seine APS-C-Kameras und hat in dieser Klasse eine große Auswahl an hochwertigen Objektiven. Auch Nikon hat mit der Z-Serie APS-C-Modelle im Programm. Für Einsteiger sind diese Kameras ideal: Sie bieten alle manuellen Einstellmöglichkeiten, sind aber einfach zu bedienen und liefern mit Automatikmodi gute Ergebnisse.