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Reise und Schutz

Kamera auf Reisen sicher packen

Kamera und Objektive gehören ins Handgepäck. So bleibt die empfindliche Ausrüstung bei Ihnen und die Kamera griffbereit. Ersatzakkus und Powerbanks müssen nach den geltenden Flugregeln ebenfalls in der Kabine bleiben. Mit geladenen Akkus, leeren Speicherkarten und Regenschutz sind Sie für den Tag gerüstet.

Die passende Tasche wählen

Eine gepolsterte Kameratasche schützt Gehäuse und Objektive vor Stößen. Verstellbare Fächer halten die Ausrüstung an ihrem Platz, damit nichts klappert oder aneinanderreibt. Packen Sie die Tasche so, dass Sie die Kamera herausnehmen können, ohne erst das ganze Gepäck umzuräumen.

Ein Rucksack verteilt das Gewicht auf längeren Fußwegen meist angenehmer als eine Umhängetasche. Für den Stadtbummel reicht oft eine kleinere Tasche, während der Rucksack das übrige Gepäck aufnimmt. Prüfen Sie vor dem Flug die zulässigen Handgepäckmaße Ihrer Airline. Griffe und Außentaschen zählen bei manchen Fluggesellschaften mit, und ein Gepäckstück kann bei Platzmangel am Gate doch noch aufgegeben werden.

Messen Sie das Stativ im zusammengeklappten Zustand und prüfen Sie die Vorgaben der Airline. Die Regeln zur Mitnahme im Handgepäck sind nicht einheitlich. Wenn Sie es außen an der Tasche befestigen, kontrollieren Sie, dass es nicht leicht hängen bleibt oder sich löst.

Akkus und Karten vorbereiten

Laden Sie die Akkus am Vorabend und nehmen Sie mindestens einen geladenen Ersatzakku mit. Wie viele Ersatzakkus Sie brauchen, hängt davon ab, wie lange Sie fotografieren und wie oft Sie Blitz oder Bildschirm nutzen. Bewahren Sie Ersatzakkus einzeln in einer festen Hülle auf oder schützen Sie die Kontakte, damit sie nicht mit Metallteilen in Berührung kommen und einen Kurzschluss verursachen.

Nehmen Sie mehrere Speicherkarten mit, statt sich auf eine einzige zu verlassen, und markieren Sie volle Karten, damit Sie sie nicht versehentlich wieder einsetzen. Formatieren Sie eine Karte erst, wenn die Aufnahmen darauf gesichert sind. Eine Powerbank hilft an langen Tagen, wenn sich Ihre Kamera per USB laden lässt.

Aufnahmen unterwegs sichern

Kopieren Sie die Bilder regelmäßig auf einen zweiten Speicherort, zum Beispiel auf ein Notebook oder ein externes Laufwerk. Eine Cloud eignet sich als zusätzliche Kopie, wenn Sie Internetzugang und genügend Speicherplatz haben. Wenn Sie nur die Speicherkarte wechseln, sind die Bilder auf der ersten Karte nicht gesichert. Kopieren Sie die Dateien an einen zweiten Speicherort.

Behalten Sie die ursprüngliche Karte, bis Sie geprüft haben, dass die Kopie vollständig ist. Wenn Sie unterwegs nur eine Auswahl sichern, bleiben die übrigen Aufnahmen ungeschützt. Erst wenn die gewünschten Bilder an einem zweiten Ort liegen, sollten Sie die Karte formatieren.

Kamera vor Staub und Sand schützen

Staub, Sand und Fingerabdrücke lassen sich unterwegs am ehesten mit einem sauberen Mikrofasertuch entfernen. Am Strand oder in staubiger Umgebung sollten Sie das Objektiv nur wechseln, wenn es nötig ist. Wechseln Sie es möglichst windgeschützt und halten Sie das Kameragehäuse dabei nach unten.

Gehen Sie bei der Sensorreinigung besonders vorsichtig vor. Ein Blasebalg ist nur dann eine geeignete Hilfe, wenn die Anleitung Ihrer Kamera diese Reinigung beschreibt und Sie die Hinweise genau befolgen. Verwenden Sie keine Druckluftdose: Der starke Luftstoß oder austretendes Gas kann den Sensor beschädigen. Hartnäckigen Schmutz lassen Sie am besten von einem Fachbetrieb entfernen.

Regen und Temperaturwechsel beachten

Verlassen Sie sich bei Regen nicht allein auf die Bezeichnung „wetterfest“. Der Schutz hängt vom Kameramodell, dem Objektiv und dem Zubehör ab. Eine passende Regenhülle ist die zuverlässigere Wahl. Ein sauberer Plastikbeutel mit Gummiband dient im Notfall als einfacher Spritzschutz, ersetzt aber keine ausgewiesene Regenhülle.

Wechseln Sie Objektive möglichst an einem trockenen Ort. Ist die Kamera nass geworden, trocknen Sie sie nach den Angaben des Herstellers, bevor Sie sie verstauen. Wenn Sie die Kamera aus einer kalten in eine warme Umgebung bringen, kann sich Kondenswasser bilden. Folgen Sie dann der Anleitung Ihrer Kamera. Bei manchen Geräten hilft es, sie in einer geschlossenen Plastiktüte zu lassen, bis sie sich an die wärmere Umgebung angepasst haben.

Kamera unterwegs vor Diebstahl schützen

Eine schlichte Tasche ohne auffällige Kamerazeichen zieht weniger Aufmerksamkeit auf sich. Tragen Sie die Kamera in Menschenmengen mit dem Gurt quer über den Körper und behalten Sie die Tasche in Bus und Bahn bei sich. Im Gepäckfach verlieren Sie die Tasche leichter aus dem Blick.

Lassen Sie die Kamera auch für kurze Wege nicht unbeaufsichtigt auf einem Café-Tisch liegen. Ein Karabiner, mit dem Sie die Tasche an einem festen Gegenstand befestigen, schafft eine zusätzliche Hürde, bietet aber keinen sicheren Schutz vor Diebstahl.

Flugregeln für Kamera und Akkus

Packen Sie Kamera und Objektive zum Schutz am besten ins Handgepäck. Für Geräte mit eingebautem Akku gelten je nach Land und Fluggesellschaft eigene Regeln. Ersatz-Lithium-Akkus und Powerbanks gehören in die Kabine und nicht ins aufgegebene Gepäck. Schützen Sie die Kontakte von Ersatzakkus und Powerbanks einzeln vor Kurzschlüssen. Prüfen Sie außerdem die Wattstunden-Angabe auf dem Akku. Für größere Akkus brauchen Sie möglicherweise die Zustimmung der Airline. Die zulässigen Grenzen richten sich nach den geltenden Vorschriften.

Falls Ihr Handgepäck am Gate aufgegeben werden soll, nehmen Sie Ersatzakkus und Powerbank vorher heraus. Prüfen Sie vor der Abreise die Maße des Gepäckstücks und bei Ihrer Fluggesellschaft die Regeln zur Stativmitnahme.

Packliste für die Kamera

Für einen typischen Reisetag gehören diese Dinge in die Kameratasche:

  • Kamera und benötigte Objektive
  • geladener Ersatzakku und Ladegerät
  • Speicherkarten in einer Schutzhülle
  • Mikrofasertuch und Regenhülle
  • bei Bedarf Powerbank, Kartenleser und kleines Sicherungslaufwerk

Passen Sie die Auswahl an die geplanten Aufnahmen an. Ein nicht benötigtes Objektiv erhöht nur das Gewicht; ein fehlender Ersatzakku oder Regenschutz kann dagegen den Fototag einschränken.