Digitalkameratrends
Kamerafinder →
Reise und Schutz

Kamera auf Reisen: Ausrüstung, Schutz und Packliste

Welche Kameraausrüstung Sie einpacken, hängt davon ab, was Sie fotografieren und was Sie auf der Reise vorhaben. Für einen Stadturlaub reicht oft ein Zoomobjektiv für verschiedene Bildausschnitte. Für Tierfotos oder Aufnahmen bei wenig Licht eignet sich ein spezielles Objektiv. Jedes zusätzliche Teil sollte einen klaren Zweck erfüllen.

Schützen Sie Kamera und Objektive vor Stößen und Nässe. Halten Sie sie außerdem von Staub und schnellen Temperaturwechseln fern. Ersatzakkus gehören bei Flugreisen ins Handgepäck. Eine passende Tasche schützt die Ausrüstung. Bewahren Sie Speicherkarten geschützt auf und erstellen Sie eine Sicherungskopie; so sinkt das Risiko, unterwegs ohne Kamera oder Fotos dazustehen.

Wählen Sie Ausrüstung nach Motiven

Überlegen Sie vor dem Packen, was Sie fotografieren möchten und wie weit Sie die Ausrüstung tragen. Ein Zoomobjektiv ist praktisch, wenn Sie auf einer Reise unterschiedliche Motive aufnehmen und Objektive nicht häufig wechseln möchten. Eine Festbrennweite, also ein Objektiv mit festem Bildwinkel, passt eher, wenn Sie gezielt etwa Straßenfotografie oder Aufnahmen bei wenig Licht planen. Für Tiere auf Safari kann ein Teleobjektiv nötig sein. Wählen Sie ein Objektiv, das Sie tatsächlich mitnehmen und unterwegs gern verwenden.

Ein Stativ, Blitz oder Filter gehört nur dann ins Gepäck, wenn Sie dafür konkrete Aufnahmen planen. Für einen langen Wandertag wiegt jedes zusätzliche Teil mit. Prüfen Sie auch, ob Ihre Kamera unterwegs über USB geladen werden kann, bevor Sie sich auf ein bestimmtes Kabel oder eine Powerbank verlassen.

Packliste für Kameraausrüstung

Diese Grundausstattung passt zu typischen Fotoausflügen. Ergänzen Sie sie nach Reiseziel und geplanten Motiven:

  • Kamera oder Smartphone und die passenden Objektive
  • geladener Hauptakku und geeignete Ersatzakkus
  • Ladegerät und passendes Kabel; bei Auslandsreisen außerdem ein Steckdosenadapter
  • Speicherkarten im Etui sowie eine Möglichkeit, Bilder zu sichern
  • gepolsterte Kameratasche oder ein Rucksack mit sicherem Kamerafach
  • Objektivdeckel, Mikrofasertuch und kleiner Blasebalg
  • bei Regen oder Outdoor-Touren eine passende Regenhülle oder ein Drybag
  • bei geplantem Einsatz: Stativ, Filter, Blitz oder Spezialobjektiv

Überlegen Sie bei jedem Zubehörteil, wofür Sie es brauchen. Je nach Reise können Sie eine Sicherungskopie auf einer zweiten Speicherkarte, einem Laptop oder einem tragbaren Laufwerk speichern. Sie können Bilder auch in einem Cloud-Speicher sichern, wenn Sie unterwegs eine verlässliche Internetverbindung haben.

Verteilen Sie die Aufnahmen auf mehrere Speicherkarten mittlerer Kapazität. So gehen nicht alle Bilder verloren, wenn eine Karte verloren geht oder ausfällt. Bewahren Sie volle und leere Karten getrennt auf. Formatieren Sie eine Karte erst wieder, wenn Sie die Bilder darauf an mindestens einem anderen Ort gesichert haben.

Schützen Sie Kamera und Akkus

Tragen Sie Kamera und Objektive möglichst in einer gepolsterten Tasche, die sich bequem und sicher schließen lässt. Eine Kameratasche ist nicht automatisch wasserdicht. Bei starkem Regen oder auf staubigen Touren bietet eine zusätzliche Regenhülle oder ein Drybag weiteren Schutz. Lassen Sie die Kamera im geparkten Auto nicht sichtbar liegen; prüfen Sie außerdem vor der Reise, ob Ihre Versicherung Fotoausrüstung abdeckt und welche Bedingungen für unbeaufsichtigte Gegenstände gelten.

Bei Flügen gehören lose Lithium-Akkus und Powerbanks ins Handgepäck. Sichern Sie die Kontakte einzeln, zum Beispiel mit einer Schutzhülle oder der Originalverpackung. Nach den Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA gilt für Lithium-Ionen-Akkus bis 100 Wattstunden die reguläre Grenze. Für Ersatzakkus zwischen 101 und 160 Wattstunden brauchen Sie die Zustimmung der Fluggesellschaft. Sie dürfen höchstens zwei Ersatzakkus in diesem Bereich mitnehmen. Fluggesellschaften können strengere Regeln festlegen. Prüfen Sie deshalb vor der Abreise die Vorgaben Ihrer Airline und des Abfluglands. Wird ein Handgepäckstück am Gate aufgegeben, nehmen Sie die Ersatzakkus vorher heraus und behalten sie in der Kabine.

Kälte verringert die Leistung von Akkus vorübergehend. Halten Sie Ersatzakkus bei niedrigen Temperaturen in einer Innentasche warm. Wenn Sie mit einer kalten Kamera in einen warmen Raum kommen, kann sich Feuchtigkeit niederschlagen. Lassen Sie die Kamera langsam in ihrer Tasche oder nach den Hinweisen des Kameraherstellers auf Temperatur kommen. Canon empfiehlt für das Modell EOS R50 V bei einem Wechsel von Kälte in Wärme einen geschlossenen Kunststoffbeutel. Schalten Sie die Kamera aus, wenn sich sichtbar Feuchtigkeit auf ihr niedergeschlagen hat, und warten Sie, bis sie vollständig getrocknet ist. Prüfen Sie für Ihre Kamera das Handbuch, da Herstellerhinweise modellabhängig sind.

Kamera und Objektive reinigen

Für Staub auf dem Kameragehäuse und den optischen Flächen reichen ein Blasebalg und geeignete Tücher. Entfernen Sie losen Staub zunächst mit dem Blasebalg und wischen Sie die Linse nur mit einem dafür vorgesehenen Tuch ab. Verwenden Sie keine beliebigen Reinigungsmittel oder organischen Lösungsmittel; sie können Oberflächen angreifen. Wechseln Sie Objektive in sandiger oder staubiger Umgebung möglichst selten und schützen Sie die offenen Objektivanschlüsse (Bajonette) vor Schmutz.

Eine Sensorreinigung erfordert mehr Vorsicht als die äußere Reinigung. Wenn Sie nicht wissen, wie man den Sensor reinigt, lassen Sie sichtbare Flecken auf dem Sensor von einem Fachservice entfernen. Folgen Sie in jedem Fall der Anleitung Ihrer Kamera, statt eine Reinigungsmethode ungeprüft auf jedes Modell zu übertragen.

Sichern Sie Bilder und Standortdaten

Sichern Sie wichtige Aufnahmen unterwegs auf einem zweiten Speichermedium oder in einem geeigneten Cloud-Speicher. Eine zweite Kamerakarte hilft nur, wenn die Kamera gleichzeitig beide Karten beschreibt und Sie diese Einstellung vor der Reise geprüft haben. Bewahren Sie Karten getrennt von der Kamera auf, damit ein Verlust nicht gleich beides betrifft.

GPS-Daten in Bilddateien helfen dabei, Aufnahmeorte später wiederzufinden. Beim Teilen im Internet können sie aber auch verraten, wo ein Foto entstanden ist. Prüfen Sie die Standortdienste der Kamera oder des Smartphones und entfernen Sie Standortdaten vor dem Teilen, wenn Sie den Aufnahmeort nicht preisgeben möchten. Informieren Sie sich bei eingebautem oder angeschlossenem GPS auch über mögliche Einschränkungen im Reiseland.