Fotos selbst Entwickeln

Eigene Fotos entwickeln

Entwickeln Sie Ihr eigenes Fotolabor. Vom einfachen Set an Entwicklern und Fixiermitteln bis hin zu Geräten für die Filmentwicklung und einem kompletten Vergrößerungslabor finden Sie hier alles. Flüssigentwickler; Stoppbad; Fixiermittel;

Netzmittel (z.B. Photo-Flo). Doch wer seine Fotos in sehr guter Qualität entwickeln will, braucht wichtige Grundkenntnisse.

Crash-Kurs Analoge Teil 1: Filmentwicklung

Manche würden ihre analogen Spielfilme gerne selbst entwickeln, wagen es aber nicht, weil sie es für zu aufwändig oder kostspielig halten. Wer selbst Folien entwickeln will, muss einige Geräte und Chemie kaufen, ein paar Dinge findet man auch im Haus. Nachfolgend möchte ich nur auf die Entstehung eines schwarz-weißen Kleinbildfilms eingehen - etwas über Rollfilme und Farben am Ende.

Um für jeden selbst bestimmen zu können, ob dieser Spass das Preis-Leistungs-Verhältnis rechtfertigt, habe ich einmal ein Beispiel für die entstehenden Ausgaben erstellt. Die realistischen Einmalkosten für den Kauf der notwendigen Geräte (ohne Scheren, Edding, Stoppuhr, Wickeltasche, Kanister) betragen ca. 50?. Vor der Entwicklung des ersten Bandes sollte in jedem Falle das Aufwickeln der Folie in die Entwicklerrolle geübt werden.

Die Wicklung wird dann mehrfach unter Lichteinfall geübt, danach mit verschlossenen Augen und manchmal auch in der Finsternis, bis sie funktioniert. Vor der Filmentwicklung sollten Sie genügend Zeit mitbringen. Achten Sie auch darauf, dass Sie während dieser Zeit niemand gestört wird oder die Türe zum verdunkelten Bad geöffnet wird und der aufgewickelte Folie zerbricht.

Telefon und Klingeln sollten während der ganzen Zeit ignoriert werden und blinkende Uhr werke, Handys usw. stehen gelassen werden, wenn der Folie zurückgespult wird. Für die Entwicklung werden die Chemie, Meßbecher, Thermometer, Stoppuhr, Filmclips, Seifen und ein Tuch (das am besten nur für die Entwicklung verwendet wird) neben der Spüle, an der Sie gerade gearbeitet haben, bereitgestellt.

Es sollte auch Platz für diese Geräte und Platz für den Entwicklungstank sein. Im pechschwarzen Bereich, in dem der Folie aufgewickelt wird, stellen Sie den Entwicklungstank (komplett, mit Deckel!), die Entwicklerrolle, den Dosenöffner, die Filmschere und die Folie auf. Nicht zuletzt ziehen Sie sich schmutzige Kleider an, denn Verschmutzungen, z.B. vom Hersteller, kommen nie wieder heraus.

Dann kann ich den Streifen etwas herausnehmen, bis ich die Schlaufe erreiche. Ich zieh es durch die öffnung der Foliendose und schieb die Folie dann zurück in die Büchse. Damit kann ich die Foliendose in meiner rechten Handfläche festhalten und den Streifen durch die öffnung ziehen, ohne dass der Streifen die ganze Zeit in meiner Handfläche liegen bleibt und vielleicht sogar einen Fingerabdruck hat.

Sie können dies je nach Ihrem persönlichen Gusto auch tun oder die Folie im Stand in Längsrichtung aufhängen. Dazu falte ich die Klappe einmal (die Folienränder werden exakt aufeinander gelegt) und schnitt mit der Hand entlang der Falte. Der Wickelvorgang ist je nach eingesetzter Rolle etwas anders, aber das Prinzip ist für die meisten das gleiche: Das Ende der Folie wird in der Spulenmitte eingehängt oder eingespannt und die Folie dann längs in die Wicklungen gewickelt.

Seitdem ich die Dose in der rechten Handfläche habe, habe ich die Rolle in der rechten Handfläche. Dabei ist der Beginn in der Spulenmitte besonders bedeutsam. Wenn die Folie dort krumm aufgehängt wird, geht der Irrtum weiter. Sie können die Rolle in der Handfläche festhalten, so dass Sie einen lose (!) auf der Folie liegenden Zeigefinger haben.

Andererseits quetscht man den Streifen sehr leicht(!) zusammen, so dass er beinahe von selbst zwischen den Kurven abläuft. Dieses Verfahren mit Hilfe von Beleuchtung zu prüfen ist hilfreich, um die passende Größe für alle Bewegungen zu ermitteln und die beiden Zeiger mit der Rolle und dem Filmmaterial zu synchronisieren, bis man sie blindlings sehen kann.

Wenn die Folie vollständig eingewickelt ist, wird die restliche Kunststoffachse durchtrennt. Sie sollten auch das Ende des Filmes auf der Rolle mit den Fingern nachprüfen. Wird nicht die zuletzt aufgewickelte Rolle verwendet, muss die Folie an einer Stelle in der Rolle liegen und zurückgespult werden. Danach kommt die Wicklung in den Tank und der Verschluss wird fest (!) geschlossen.

Sollten Sie im Dunkeln die Nervosität verloren haben, weil die Folie nicht richtig eingewickelt werden kann, können Sie die Folie im Entwicklungstank lichtgeschützt aufbewahren und später in aller Ruhe wieder einnehmen. Natürlich ist es ratsam, den Tank deutlich zu warnen, wenn sich ein nicht entwickelter Belag darin befand, damit er nicht im Scheinwerferlicht aufgedeckt wird!

Am Waschtisch werden alle weiteren Arbeitsschritte unter Beleuchtung durchgeführt, da die Folie lichtdicht im Waschtank liegt. Jetzt sollten Sie wissen, wie lange Sie den Test noch entwickeln müssen. Das ist abhängig vom eingesetzten Filmmaterial, der Sensitivität, dem eingesetzten Entwicklermaterial und der beabsichtigten Entwicklerverdünnung. In den großen Meßbecher wird nun die entsprechende Wassermenge bei der für die Entstehung erforderlichen Wassertemperatur gefüllt.

Beim 35mm Film sind das in der Regel 250ml (zuerst die Menge an Flüssigkeit mit Tank und Wendel bestimmen!) bei 20°C. Bei richtiger Wassertemperatur einige ml des Entwicklerkonzentrates exakt (!) im kleinen Meßbecher entsprechend der Wasserverdünnung und der Menge an Flüssigkeit messen und mit dem im großen Meßbecher vermischen.

Rühren, z.B. mit einem Fieberthermometer, und dann gleich in den Entwicklungsbehälter nachfüllen. Der Entwicklungstank wird alle 30 Sek. "gekippt", d.h. in der Handfläche festgehalten, drei Mal auf den Boden gestellt und dann bis zum erneuten Kippvorgang wieder abgelegt. Nachdem Sie den Entwickler eingefüllt haben, sollten Sie dies die ersten 30 Sek. kontinuierlich und mit einer starken Handbewegung tun, um Luftblasen auf der Folie freizusetzen.

Dann wird der verwendete Toner in einem der Behälter aufgefangen (deutlich markiert: einer für Toner, einer für Fixierer). Dann wird das Stopbad gefüllt, 30-60 Sek. lang belassen und dann wieder in die Trinkflasche gefüllt. Dadurch wird der chemische Vorgang des Anwenders unterbrochen und Rückstände, die sonst den Fixierbad verschmutzen würden, werden gebunden.

Die eingesetzte Fixiereinheit wird in den Entwicklungsbehälter eingefüllt und die Uhr angelassen. In der Regel wird die Folie mit der zweifachen Klärungszeit befestigt. Der Tank wird inzwischen alle 30 Sek. umgelegt. Dann kommt der gebrauchte Fixateur wieder in die Dose. Schließlich wird der Tank geöffnet, immer wieder für etwa fünf min. mit frischem Trinkwasser gefüllt und zum Ausspülen der Chemikalienreste umgekippt.

Die Folie auf der Rolle ist nun feucht, das überschüssige Waschwasser kann mit starken Handgriffen in die Spüle geschüttelt werden (oder die Folie auf der Rolle in einer eigenen (!) Salatschleuder). Zur Trocknung wird die Folie nun an einem nicht besuchten und nicht staubigen Platz aufgehängt. Die Federung sollte nur hoch genug sein, da die aufgerollte Folie ca. 1,6m lang ist.

Am unteren Ende befindet sich auch ein Filmclip (oder ähnliches) mit etwas Eigengewicht, so dass der Nassfilm nicht aufrollen kann. Föhnen Sie einen feuchten Lackfilm nicht, er verwirbelt viel Schmutz, den Sie nach dem Trocknen nicht mehr von der Folie lösen können! Nach dem Trocknen kann der fertige Bildstreifen in praktische Bänder ( "Streifen") geschnitten, digitalisiert/abgestreift und in negativen Hüllen aufbewahrt werden.

Der verwendete Entwickler und das Fixiermittel sind bei der örtlichen Schadstoffsammelstelle abzugeben. Stoppbad, das Endwasser und das Benetzungsmittel sind unbedenklich oder beinhalten kaum Chemikalien, so dass sie in den Ablauf eingeleitet werden können. Rollfolien können auf die gleiche Weise entwickelt werden, aber Sie benötigen eine weitere Entwicklungsspule in der richtigen Grösse. Wenn Sie beide Varianten verwenden, kaufen Sie am besten gleich einen Entwicklungsbehälter, in den entweder zwei 35-mm-Rollen oder eine Rollfilmrolle einpassen.

Für die Farbfilmentwicklung ist eine besondere chemische Zusammensetzung für das jeweilige Verfahren (C-41, E-6,....) anstelle der hier erwähnten Schwarz-Weiß-Chemie erforderlich. Zudem müssen die chemische Zusammensetzung und das für die Herstellung eingesetzte Entwicklungswasser immer eine sehr genaue Wassertemperatur haben (bei C-41: 37,8 °C). Hoffentlich regt dieser ausführliche Leitfaden diejenigen, die darüber nachgedacht haben, dazu an, es selbst ausprobieren.

Aus den meisten wird gleich Fruchtfleisch und Vollblut - für alles andere (Entwicklerzeiten, Mischungsverhältnisse,....) kleben Sie einen Notizblock auf das Gerät.

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