Panasonic G10

G10 von Panasonic

Kompaktprüfung Im Gegensatz zur großen Schwesterschwester G2 ist die GMC-G10 nur als Satz mit der Linse G Vario 14-42/1:3,5-5,6 erhältlich Wenn Sie diese auch mit dieser Linse bestücken und neben die hier geprüfte DMC-G10 stellen, werden die Differenzen zwischen den beiden Geschwistern erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Beide sind sich so nahe, dass wir Ihnen neben diesem kompakten Test nur das Lesen unseres detaillierten Testberichtes der G2 ans Herz legen können (siehe weitere Links). Aber nicht nur visuell, sondern auch in der Handhabung wirkt die G10 wie ihre große Schwester. Denn die G10 ist nicht nur für das Auge, sondern auch für die Hände geeignet. Durch die ausgeprägte Griffigkeit auf der rechten Seite des Gehäuses sind sie immer gut zu greifen, selbst mit einer einzigen Handfläche ist es einfach, mit der Fotokamera zu filmen.

Klar, das Kunststoffgehäuse der G10 ist unverwechselbar aus hochwertigem Material - aber dieser Werkstoff ist zweifellos einer der angenehmsten: Keine Knistern oder Knistern, das Körper der DMC-G10 sieht leicht und gleichzeitig standfest aus. Diese befinden sich auf der DMC-G10, wo sie auch auf der DMC-G2 zu finden sind.

Doch nicht alles: Mit der Budgetkamera hat Panasonic den Wählhebel für die Messmethode auf der linken Seite gespeichert. Dies ist jedoch leicht zu überwinden, das Schnellmenü wechselt nahezu ebenso rasch von Multisegmentmessung auf Spot- oder integrale Messung. Leider hat das Schnellmenü der G10 ein herkömmliches Design. Panasonic hat auch den getrennten "Trigger" für Videoaufnahmen auf der DMC-G10 gespeichert.

Doch die Einsparungen zeigen sich vor allem beim Bildschirm G10: Er liegt steif und sicher auf der Rückwand, der clevere Klapp- und Drehmechanismus ist der großen Baureihe G2 reserviert. Was noch mehr weh tut, ist, dass das Anzeigegerät der DMC-G10 nicht mehr berührungssensitiv ist. Der innovative Touch-Screen des G2 macht die Kameraeinstellung einfacher und zeitsparender.

Zumindest: Panasonic hat die Grösse und Bildschirmauflösung der DMC-G10 nicht verändert. Der Bildschirm hat noch eine Bildschirmauflösung von 460.000 Pixeln und eine großzügige Bilddiagonale von 7,6 cm. Mit dem Video-Sucher der DMC-G10 packte Panasonic abermals den dichten Roten Stift aus: Er stellt das Bild des Suchers nur annähernd pixelig dar (nur 202.000 Pixel gegenüber 1,44 Mio. bei der DMC-G2) - und was beinahe noch schlechter ist: Er ist wesentlich kleiner (0,52fache Vergrösserung des Sucherbildes an der Austrittspupille) als der Video-Sucher der DMC-G2.

Wer beinahe den Anschein erweckt, durch den Bildsucher einer digitalen Spiegelreflexkamera zu schauen, für den ist der Bildsucher der DMC-G10 etwas behelfsmäßig. Vor allem Brillenträger werden sich nur schwer an den Kamerasucher gewöhnen können, da er den Anschein erweckt, in eine Peep-Box zu schauen. Alles in allem ist die Bedienung der DMC-G10 einfach, die wesentlichen Einstellmöglichkeiten sind ohne lange Einarbeitung in das Handbuch zu finden.

Die Panasonic hat die Kameras großzügig mit speziellen Tasten und Tastern ausgerüstet und mit einem cleveren Klickrad für den rechten Daumendruck versehen. Er wechselt seine Funktionen bei leichtem Luftdruck, z.B. von der Blendenauswahl zur Belichtungskorrektur, und tauscht so ein zweites Zifferblatt problemlos aus, genau wie hochwertige DSLR.

Der Batteriedeckel befindet sich auf der rechten Seite der Maschine und kann auch bei aufgesetzter Dreibeinstativplatte geöffnet werden. Mehr als 30 Szenenmodi sind verfügbar, um die Kameras zu jeder Zeit der aktuellen Aufnahme-Situation zu unterziehen. Doch auch erfahrene Photographen, die ihre Kameras lieber halb-automatisch oder gar komplett von Hand justieren, werden von der neuen DMC-G10 nicht im Stich gelassen. Denn die neue Version der DMC-G10 bietet die Möglichkeit, die Einstellungen zu verändern.

Es verfügt über eine Timer- oder Blendenpriorität und ein Automatikprogramm ist an Board. Der DMC-G10 verfügt über eine Schaltfläche zur Aufnahme von Bilddaten und Fokussierung (AF/AE Lock), ermöglicht die Einstellung der Bildwiedergabe über einen großen Bereich (z.B. Bildschärfe, Farbreproduktion, Sättigung, etc.) und hat einen Anschluss für eine Fernsteuerung.

Das Blitzgerät verfügt zudem über nahezu alle Funktionen, die heute von einer Anlagenkamera erwartet werden können - bis hin zur Langzeit-Synchronisation. Trotzdem werden auch ambitionierte Photographen lange nach Wegen Ausschau halten müssen, die die DMC-G10 nicht bieten kann. Diejenigen, die die Videokamera für Videoaufnahmen verwenden, sind dagegen rasch mit einigen Beschränkungen konfrontiert:

Im Gegensatz zum G2 kann das Externes Stereo-Mikrofon DMW-MS1E nicht am DMC-G10 verwendet werden. Mit den Wiedergabemöglichkeiten gießt die DMC-G10 dann ein regelrechtes Horn über den Photographen. Beispielsweise können die Bilder als Diaschau dargestellt werden. Die Anzeigezeit der einzelnen Bilder kann eingestellt und die Bilder können auch musikalisch unter die Diaschau gestellt werden.

Wenn es zu komfortabel ist, alle Quer- oder Hochformatfotos auszuwählen (um nur zwei Beispiel zu nennen), lassen Sie es die Kameras tun (indem Sie die für die Aufnahmen benutzten Szenenmodi als Datei-Filter verwenden). Beeindruckend sind auch die Möglichkeiten der Bildverarbeitung unmittelbar in der Kamera: Beispielsweise kann die Bildauflösung später geändert oder die Bilder beschnitten werden.

Allerdings gibt es keine Möglichkeiten, RAW-Bilder unmittelbar in der Kammer zu erstellen. Wie so oft hat die Leica Geosystems GmbH auch die Bildaufnahme der neuen G2 übernommen. Bis ISO 400 zeigt der Kamerasensor keine Nacktheit: Die Dynamik des Eingangs fällt bis zu dieser Sensitivität nie unter 8,5 Blende.

Schließlich haben die Ingenieure von Panasonic das unangenehme Farbgeräusch der Panasonic DMC-G10 gut im Griff gehabt - es erscheint nur sehr behutsam nach ISO 3200. Andererseits fällt die Dynamik von ISO 800 schnell ab, bei ISO 3200 arbeitet die DMC-G10 nur noch mit mageren sieben Blende.

Auf die Bilder übertragen bedeutet das: Die Lichtverhältnisse der DMC-G10 bieten wenig Dynamik, das Licht brennt sehr rasch aus. Auch hier ist die Digitalkamera nicht gerade empfindlich, aber sie verbleibt im Grün, wenn die Kanten überschießen. Die Aufnahme mit der DMC-G10 liefert eine gute Basisschärfe, die besonders für die Direktausgabe im Druck gewünscht wird.

Beeindruckend ist jedoch die Reaktionszeit der Kamera: Inklusive Autofokus triggert sie nach etwa einer Drittel-Sekunde, voreingestellt dauert es nur gut eine Zehntelsekunde, bis das Foto im Dose ist. Resümee Kleine Fotokamera - gute Performance, so könnte man den Eindruck beschreiben, den die neue Digitalkamera hat.

Das Sucherbild ist viel zu grobkörnig, das Bild ist unglücklicherweise fixiert. Größtes Hindernis der DMC-G10 ist jedoch die höhere Qualität der G2: Um ihre Mängel gegenüber dieser zu kompensieren, hätte die Preissenkung bei der DMC-G10 deutlich sein müssen - zumal die Budgetversion nur mit dem Set-Objektiv erhältlich ist, was nicht in jeder Hinsicht überzeugt.

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