Finepix S5000

Die Finepix S5000

Produktspezifikation Das FinePix S5000 verfügt über ein 10-fach Zoomobjektiv mit einer Objektivbrennweite von 37 bis 370 Millimetern. Mit einer Apertur von f2,8/f3,2 ist das Objekt sehr hell und liefert hervorragende Aufnahmen über den ganzen Zoomspektrum. Die FinePix S5000 sieht trotz der riesigen Abmessungen des Zoomobjektivs winzig und elegant aus. Anspruchsvolle Photographen können sich auf die professionellen Features des Nachfolgers der FinePix S304 freuen:

Dabei kann der gesamte Datenbereich der vom SupercCD HR ausgelieferten Aufnahmen mit einer effektiven Bildauflösung von 2.816 x 2.120 Pixel (6 Megapixel) bei 3,1 Megapixeln ausgenutzt werden. Mit der FinePix S5000 bieten sich Ihnen attraktive Möglichkeiten für die kreative Fotografie. Bei aktivierter C-AF-Funktion ist ein stufenloser Autofocus nach besonders bei bewegten Objekten oder beim Verschieben der Kameras sehr nützlich.

Bei ISO 160 bis 400 stellt die Digitalkamera automatisch die richtige Lichtempfindlichkeit ein. Per Tastendruck können Sie auch die gewünschte Bildauflösung oder Farbreproduktion wählen. Die dritte Möglichkeit ist die Schwarz-Weiß-Funktion. Ausgewählt werden die Bilder über den elektronischen Bildsucher mit 110.000 Pixeln und Diodenausgleich. Als Alternative ist auch ein 1,5-Zoll-LCD-Monitor mit 110.000 Pixeln erhältlich.

Die Makro-Funktion ermöglicht Aufnahmen aus einem Mindestabstand von 10 cm zum Objektive. Das FinePix S5000 kann auch als Kamera verwendet werden.

FinePix S5000 Super-Zoom Kamera, Kompaktkamera

Sie müssen einen genaueren Blick darauf werfen, dass die FinePix S5000 von der Firma Fujifilm keine SLR-Kamera ist, daher fälscht das von der Firma getauft es eine Spiegelreflex-Kamera für den arglosen Anwender. Beim Vergleich der Abmessungen (113 x 81 x 79 mm) und des Gewichts (473 g inkl. Batterien, Speicherkarten und Sonnenblende/Objektivadapter) des S5000 mit dem einer realen SLR ergeben sich erste Zweifeln.

Anstelle des zu erwartenden Bildschirms sind 110.000 Bildpunkte willkommen; das ist auf den ersten Blick nicht viel, aber beinahe eine Verdopplung gegenüber dem S5000-Vorgänger aus dem Hause Sony Ericsson 304 (62.000 Bildpunkte). Die S5000 und ihr LCD-Sucher gehören nicht in die gleiche Klasse wie wesentlich teuere Prosumer-Kameras.

Man sollte daher übersehen, dass der 0,33" große Bildsucher (mit Dioptrienausgleich) des S5000 ein wenig im Dunkeln rennt, einen leicht blauen Abdruck hat und angesichts des niedrigen Kamera-Preises dazu tendiert, die hellen Bildbereiche (ein Phänomen vieler Elektroniksucher ) zu übertreffen. Beunruhigender ist die Erkenntnis, dass der Bildsucher nur ca. 83% der eigentlichen Bilddetails anzeigt, ein Fehler, der auch beim 1,5" LCD-Bildschirm als Alternative zum herkömmlichen Bildsucher auftritt (die Umschaltung zwischen den beiden LCD-Bildschirmen erfolgt per Knopfdruck).

Weniger stark leidet dieser auch unter den selben Schwächen (Rauschen, fehlende Neutralität, Überbelichtung) wie der LCD-Sucher, wodurch der Farbabfall des LCD-Bildschirms dieses Mal in die Rottöne geht. Der Zoom-Rocker steuert den 10-fachen Zoom der Spiegelreflexkamera, der den kompletten Zoombereich von 37-370 Millimetern (entspricht KB) oder die ca. 18 Zoom-Stufen in ca. 2,1 Sek. bei stufenlosem Zoom abdeckt.

Die Einschaltdauer der S5000 ist mit 4,9 sec. für eine Super-Zoom-Kamera angenehm kurz. Das S5000 hat ein professionelles Aussehen, wenn der mitgelieferte AR-FX5 Objektivadapter am Objektivzylinder befestigt wird: Er dient sowohl als Objektivadapter (mit 55 mm Filtergewinde zur Befestigung von Filter, Vorsatzlinsen oder Konvertern) als auch als Sichtschutz.

Beachten Sie die Rezeptur "no additional", da das Fujinon-Objektiv der S5000 bereits im "nackten" Status ist. Mit dem S5000 hat man die Farbfransen ('chromatische Aberrationen') und Verzerrungen besser im Griff; auch mit dem bloßen Blick kann man Kantenunschärfe nicht ausmachen.

Bei der Finepix S5000 ist ein Mehrfeld-Autofokussystem für die Scharfeinstellung des 10-fachen Zooms verantwortlich. Bei normalem Licht oder bei normalem Motivkontrast und eingeschalteter Einzelbild-Autofokussierung (S-AF) fokussiert die Finepix S5000 in der Regel in 0,7 bis 0,8 s. Der AF des S5000 wird durch ein AF-Hilfslicht (grün beleuchtet) unter widrigen Bedingungen gestützt, so dass bei Bedarf der AF des S5000 abgeschaltet werden kann.

Eigenauslöser, Weissabgleich, Fokussierung, Belichtungsmessung, Einstellungen, Belichtungsreihen, Fokus und Blitzkorrektur. Flash-Over-Effekte (auch bei Nahaufnahmen) und Rotaugen sind beim S5000 mit dem integrierten Blitzgerät extrem zeitweilig. Die S5000 verfügt über keinen Anschluss für ein externes Blitzgerät - obwohl ein solches Feature bereits bei anderen Superzoom-Kameras in ihrer Preis-/Ausstattungsklasse zu haben ist ((z.B. Olympus C-750 UZ, Minolta Dimage Z1, Kodak DX 6490 Zoom).

Der integrierte Blitzgerät ist jedoch recht leistungsfähig (auch wenn wir die Richtwerte nicht exakt bestimmen konnten), liefert eine richtige Bilddeckung und ist weitestgehend farblos. Über den Menüeintrag "Weißabgleich" können Sie den automatischen Weissabgleich beenden und auf Presets (Glühlampen, Tageslichtleuchtstofflampen, Warmtonlampen, Kaltlichtlampen, bewölktes Licht, sonniges Tageslicht) zugreifen; eine manuelle Weissabgleichsmöglichkeit (durch Messung des Weisspunktes) gibt es nicht.

Früher hatten FinePix-Kameras manchmal Schwierigkeiten mit dem automatisierten Weissabgleich unter künstlichen Lichtverhältnissen und erzeugten Farbstichbilder, die durch die manuelle Einstellung des Weissabgleichs vermieden werden konnten. Der S5000 ist das genaue Gegenteil. Ein automatischer Weissabgleich sorgt für gut kalibrierte Aufnahmen auch bei schwierigen Objekten (mit Mischlichtquellen ), während der Zugang zu den Weissabgleichsvoreinstellungen nicht immer das erwünschte Ergebnis zeitigt.

Funktioniert der Automatikweißabgleich des S5000 recht sicher (nur in Ausnahmefällen tendiert der Automatikweißabgleich des S5000 zu einem leicht rot/rosa Abdruck bei Kunst- oder Mischlicht), so kann dies auch für die Belichtungssteuerung gesagt werden. Leider ist die längste Belichtungszeit bereits nach 2 sec. erreichbar, so dass die S5000 nur bedingt für die Nachtaufnahme geeignet ist.

Die mit SuperCCDs ausgerüsteten Fujifilm-Kameras fragen wie immer, ob die nächstgelegene Bildauflösung (in diesem Falle drei Megapixel) oder die höchstmögliche Bildauflösung (in diesem Falle sechs Megapixel) gewählt werden soll. Wie immer antwortet man, dass durch die spezielle Bauweise des SuperCCD eine effektivere Interaktion möglich ist als bei herkömmlichen CCD-Kameras und dass die sechs-Megapixel Auflösung dem direkten Vergleich mit "echten" sechs Megapixeln nicht standhalten kann, sondern zwischen drei und sechs liegt.

In jedem Fall sind die mit der 6 MP-Einstellung aufgenommenen Aufnahmen sehr detailliert und die Aufnahmen einer S5000 können die Bildausschnitte mit den Aufnahmen vieler 5-Megapixel-Kameras wiedergeben. Hinsichtlich Schärfe und Rauschen muss der S5000 jedoch seine Anforderungen reduzieren; hier sieht man, dass er in einer anderen "Gewichtsklasse" läuft als die Prosumer Modelle.

Die Empfindlichkeitseinstellungen von ISO 200, 400 und 800 sind verfügbar (im Automatikmodus und bei abgeschaltetem Blitzgerät setzt der S5000 die Sensibilität automatisch in einem ISO 160-200-Bereich), während die maximale Sensibilität nur bei einer eingestellten Aufl? Wenn Sie das Aussehen der Aufnahmen zusätzlich zu den Auflösungen und der Sensitivität noch weiter verfeinern wollen, finden Sie im selben Menu einige " Film " oder Farbeinstellungen.

Sie können also auswählen, ob Sie starke Kontraste, verbunden mit einer starken Sättigung, wie bei einem Schwarzweißfilm oder wie bei einem Diafilm erhalten möchten. Wenn Sie die Bildschirmhelligkeit nicht einstellen möchten, können Sie von hier aus auch das Setup-Menü des S5000 aufrufen. Wenn Sie aus den Tiefe des Kamera-Menüs auf die (Gehäuse-)Oberfläche des S5000 zurückkehren, finden Sie zusätzlich zu den in diesem Report erwähnten Steuerungen weitere "Körperteile" des S5000.

Beim JPEG-Format beträgt die durchschnittliche Bildgröße nur etwa 815 Kilobyte (im 3-Megapixel-Modus) bis hin zu einer durchschnittlichen Größe von 1.486 Kilobyte (im 6-Megapixel-Modus). Ähnlich wie bei der vor kurzem geprüften Finepix F700 müssen wir die übermäßige Komprimierung sowie die mangelnde Einstellmöglichkeit bemängeln. Der S5000 liefert im RAW-Modus ein 6,51 Megabyte großes "fettes" Bild; besser ist es, mit einer leistungsfähigen xD-Karte ausgestattet zu sein.

Zumindest der S5000 kommt beim Abspeichern recht schnell: Das Sichern einer JPEG-Datei dauert etwa 1,6 bis 2,1 s ( "3M/6M-Modus"), während ein RAF/RAW-Format auf der xD-Karte in etwa 6,8 s "verewigt" wird. Bei der Übertragung der Images auf einen Computer (Windows oder Macintosh ) ist - je nach Betriebsystem - eine Treiber-Installation nicht zwingend notwendig und die S5000 kann auch in einer Windows-Umgebung (leider nicht auf Macintosh-Computern) mit der PictureHello-Software verwendet werden.

Der S5000 kann neben der Speicherkarte auch Standard AA/Mignon-Zellen (Einwegbatterien oder Akkus) aufnehmen, während die im Lieferumfang enthaltenen Einweg-Alkali-Zellen nach ca. 180 bis 220 Aufnahmen verbraucht sind, NiMH-Akkus (wir verwendeten ca. 100mAh von Sanyo ) etwa die Hälfte der Bildleistung. Wie kann man noch etwas über die FinePix S5000 ausrichten?

Viele FinePix-Kameras haben eine ganz spezielle Stärken im Video-Modus - allerdings muss sich die S5000 im Gegensatz zu ihren großen Geschwistern mit einer Video-Auflösung von 320 x 240 Pixel auseinandersetzen. Übrigens kann der S5000 auch Tonaufzeichnungen in Gestalt einer Sprachaufzeichnung im WAV-Format machen; die Maximallänge einer Sprachaufzeichnung beträgt 30 s.

Ansonsten kann der S5000 das DPOF-Bildbestellformat und die EXIF-2-Druckoptimierungstechnologie unterstützen. Für eine genaue Bildgestaltung können auch Rasterlinien auf dem LCD-Bildschirm angezeigt werden. Nicht zuletzt ist die Serienbildfunktion der S5000 erklärungsbedürftig: Im sogenannten Top 5-Serienbildmodus macht die S5000 bis zu 5 aufeinanderfolgende Aufnahmen mit einer von uns festgelegten Bildrate von max. 4,3 B/s. (Herstellerangabe: 5 B/s).

Auf die Top -5-Betriebsart folgt die Belichtungsreihe (3 aufeinanderfolgende Aufnahmen mit Belichtungsintervallen von 1/3, 2/3 oder 1 EV). Danach folgt der Final 5-Serienbildmodus, in dem Sie bis zu 25 aufeinanderfolgende Aufnahmen mit einer Bildrate von ca. 4 Aufnahmen pro Sek. machen können (Herstellerangabe: 5 Bilder/s); es werden jedoch nur die 5 zuletzt aufgenommenen aufgenommen.

Erst im vollautomatischen Modus ist der Langzeit-Serienbildmodus abrufbar, bei dem bis zu 40 Aufnahmen nacheinander mit einer Bildsequenzzeit von ca. 1,7 Aufnahmen pro Sek. gemacht werden (durch eigene Vermessung bestätigter Herstellerangabe); in diesem Falle mit der Beschränkung, dass die Bildauflösung dann gleich 1,280 x 960 ist. Schlussfolgerung: Die Finepix S5000 von Finepix verfügt über alle für Anfänger erforderlichen Funktionalitäten und weist keine großen Nachteile auf.

Auch wenn eine C-750 UZ oder Kodak DX 6490 wahre 4 Mio. Pixel bietet, kann die S5000 dank der Interpolationsfähigkeit des SuperCCDs zumindest eine ähnliche Qualität bieten. Doch die S5000 wurde von der Firma nicht im Detail gepflegt. Die Schärfungs- und Geräuschreduzierungsalgorithmen können auch noch dezenter sein (obwohl die unmittelbare Konkurrenzsituation des S5000 es in dieser Beziehung kaum besser macht).

Insgesamt ist die Finepix S5000 von der Einstiegsklasse eine durchaus erfolgreiche Super-Zoom-Kamera, aber sie ist nicht "einsam" und bringt der Konkurenz einige Vorzüge.

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