Canon 760d

Kanon 760d

Prüfung Canon erneuert nach zwei Jahren seine dreiziffrige Baureihe und bringt seit Mitte 2015 die neuen EOS Modelle 750D und 760D auf den Markt. Die beiden verwenden einen neuen 24-Megapixel-Bildsensor, aber der 760D verfügt über mehr Funktionen. Bei der 760D haben wir den 760D ausprobiert, aber wir werden auch die Differenzen zum 760D und vor allem zum ähnlich teueren EOS 70D besprechen.

Mit der EOS 760D präsentiert Canon das zwölfte Exemplar aus der dreiziffrigen Baureihe. Canon stellt im Durchschnitt jedes Jahr einen neuen her. Aber es gibt wie schon bei den 700D / 100D gleich ein Doublepack. Das 760D offeriert im Gegensatz zur rund 50 EUR günstigeren EOS750D im Inneren die selbe Performance, zusätzlich versorgt es aber auch ein Dekadenrad, ein LC-Display auf der Kameradecke und eine Sicherungsstift am Vorwahlrad.

Mit der EOS 760D bietet Canon eine völlig neue Dimension der Fotomöglichkeiten. Lassen Sie uns zunächst einen kurzen Einblick in die dreiziffrige Gruppe geben. Bei der Einführung der dreistelligen Baureihe mit der EOS 300D (Herbst 2003) ging es vor allem darum, den Nutzern ein wirtschaftlicheres und einfacheres Fahrzeug anzubieten.

Erstmalig wurde als Material Plastik verwendet, während ein Magnesiumkörper für die zweistellige Kategorie reserviert war. Seitdem ist Canon der Anlage weitestgehend treu geblieben, nur dass seit der EOS IID auch ein Kunststoffgehäuse im zweistelligen Bereich gefunden wurde. Aber mit der EOS 760D geht Canon seinem Gedanken ein Stück weit voraus. Im Vergleich zu einer EOS 70D ist sie immer noch fast 200 Gramm leichter und die Karosserie schmaler, aber funktionell werden viele Vorzüge der zweistelligen Baureihe gebaut.

Canon bemüht sich jedoch, die Kursunterschiede bei 760D zu halten, indem er einen kürzeren Bildsucher, eine geringere Daueraufnahmegeschwindigkeit und beispielsweise eine weniger leistungsstarke Belichtungsfunktion für Reihenaufnahmen verwendet. Der 760D hingegen verfügt über einen nominal höher auflösenden 24-Megapixel-Bildsensor und könnte in dieser Hinsicht den 1970D übertreffen. Der 760D entspricht dem dreiziffrigen Prinzip mit einer verhältnismäßig leichtgewichtigen Karosserie und einem Gesamtgewicht von 565 Gramm.

Mit dem 700D-Vorgänger sind 580gr ähnlich auf der Bilanz, während ein 1970D mit 70gr mit 755gr inkl. Memory-Card und Akku kaum 200gr mehr ausmacht. Die EOS 760D ist auch in unseren größeren Händen, denn selbst der kleine Daumen hält noch am Handgriff, was bei vielen spiegelfreien Modellen der mittleren Klasse wie einer Sony A6000 oder der EOS M3 nicht mehr der Fall ist.

Mit den genannten Luxusmerkmalen, wie dem LC-Display, wird die EOS 760D deutlich aufgewertet. Damit wird die durchschnittliche Belichtungsstärke z.B. im Fernsehprogramm oder in der Sendung A. oder F. angepaßt, während man bei den Vorgänger- bzw. 700D-Modellen dafür die bisher gedrückte AD. Taste gedrückt halten mußte. Bisher ist die Funktionsweise der ISO-Werte in kaum einer anderen Canon DSLR so klar.

Ein benutzerdefiniertes Steuerelement wie in der zweistelligen Klassenzuordnung zur Zuweisung neuer Funktionalitäten an einige Schlüssel ist nicht verfügbar. Aber es ist auf einer EOS 6D II nur leicht gelangweilt und auf Canon ohnehin schon recht schlank. Dass nur der Set-Schlüssel mit wenigen, teilweise überflüssigen Kommandos neu zugewiesen werden kann, stört den 760D ebenfalls nicht.

Auf Wunsch kann die 760D auch nahezu vollständig über den Berührungsbildschirm bedient werden. Auch beim 760D kann der kontaktbehaftete kontaktlose berührungsempfindliche Bildschirm wie bei Canon beispielhaft bedient werden. So können z.B. bei der EOS 5DsR mit Continuous Video AF, aber ohne Berührungsbildschirm, unerwünschte Bildbereiche fokussiert werden, was bei der 760D kein Hindernis ist. Während der Berührungsbild- und Schwenk-Monitor bereits vom Typ 750D und 400D bekannt ist und auch bei einer EOS 60D verfügbar ist, ist mindestens eine Schlossfunktion in der dreiziffrigen Baureihe hinzugekommen.

Bei aktiviertem Lock-Schalter am 760D sperrt das Dekadenrad oder, wahlweise über die Custom-Funktion, das Hauptwählrad den Auslöser. Mit dem 760D ist das also kein Nachteil. Kanon hat es exemplarisch gelöst und die Farben gar konsequent kontrastiert. Es ist auch schön zu sehen, dass der letzte Aufruf in der entsprechenden Registerkarte voreingestellt ist ( "Sony" z.B. hat noch keine Farbunterteilung und Voreinstellung).

Wenn das nicht groß genug war, macht Canons einzigartiges MyMenu auf dem 760D es auch zu einem Favoriten. Sie ist im Vergleich zur EOS M3 glücklicherweise nicht gekürzt, sondern verfügt über alle Haupt- und zahlreichen Untermenüpunkte. Schließlich ermöglicht Canon einen verkürzten Zugang über MyMenu. Klopft man hier z.B. auf die Bildqualität, fällt auf, dass die 760D - typischerweise für die Dreistellenklasse - auch ein zum RAW paralleles JPG aufzeichnen kann, aber hier wird nur das große JPG L geboten, während ab der Zweistellenklasse noch mehr JPEG-Formate verwendet werden können.

Auch die AF-Feineinstellung, die ab der EOS 70D auch in der 2-stelligen Kategorie zu Hause ist (60D nicht verfügbar), wird manchem Benutzer fehlen. Es ist wunderschön praktisch, wie von Canon verwendet auch ausgezeichnet aufbereitet und lässt alles in allem keine Wünsche offen. Die Kunststoffproduktion ist für uns auch kein Hindernis, denn wenn man einen Magnesiumkörper nicht mit Samt Handschuhen berührt, bekommt man nach einiger Zeit glänzende und glänzende Ränder, was mit Plastik kein Hindernis ist.

Allerdings klingen die 760Ds beim Triggern etwas eingängig. Wenn man durch den Visier der 760D blickt, erscheinen die 19 AF-Felder mit einer noch akzeptablen Ausleuchtung. Dies ist nur bei einer bestimmten Nummer sinnvoll, so dass Canon auf die letzten dreiziffrigen auf sie verzichtet hat. Bei der 760D können 9 AF-Felder in der Mitte oder - mit einer reduzierten Zahl - in marginalen Bereichen verwendet werden.

Allerdings ist auch bei Vorgängermodellen eine automatisierte Feldauswahl über den ganzen Messbereich möglich, birgt aber die Gefahr, dass bei tiefenabgestuften Sujets eine unerwünschte Fokusebene gesetzt wird. Im Allgemeinen konzentriert sich der 760D jedoch sehr schnell. Mit der EOS 700D oder einer Sony A6000 (mit 16-50mm bei 50mm) liegen die Zeitbereiche ähnlich, aber die EOS 1970D benötigt dafür nur die Hälfte der Zeit mit 0,12s.

In einem weiteren Versuch mit dem Canon EF-S 18-135mm IS STM bei 135mm dagegen ergibt sich immer die gleiche Fokussierungszeit von 0,49 sec. Hier ist die AF-Messgeschwindigkeit der Messkamera weniger entscheidend als die Motordrehzahl des Objektives. Deshalb haben wir auch mit einem 16-300mm großen Bambusbrenner in der endgültigen Brennweite sowohl bei der 760D, 700D, 70%D oder auch 1200D oder 100D mit immer etwa 0,8 sec. einen sehr ähnlichen Messwert bestimmt.

Bei Lowlight in der Abenddämmerung begegnet der Autofocus bei der 760D in der Regel zielgerichtet und ohne lange zu warten, um sein angestrebtes Ergebnis zu erreichen. Aber die EOS 700D und die siebzig, die auch verhältnismäßig niedrige Helligkeitswerte bis hinunter zu -0,5EV erfassen, schaffen das bereits. Außerdem konnten wir mit dem Canon 24mm/1,4L II USM das Phänomen regelmäßig nachbilden und hier im Film dokumentieren.

Aber die EOS 760D hat genau das selbe AF-Problem wie die Canon 24mm/1.4. Ähnlich wie bei der EOS 60D wird auch die 760D durch einen Schalter auf Live-AF unterstützt, der es problemlos ermöglicht, präzise zu fokussieren. Dann führen wir weitere Versuche mit der EOS 700D, der EOS 700D, der EOS 5DsR und der EOS 5DsR durch und ernteten die selben Problem.

Eine Canon 50mm/1.4 oder 50mm/1.2 ist während unseres Tests mit dem 760D vielleicht nicht genau schärfer, erzeugt aber keine dauerhafte Unschärfe. Obwohl der 400D bzw. 400D bereits einen durchgängigen Autofocus im Live-Bild- und Videounternehmen besitzt, ist es dann in der dritten Erzeugung am 760D wieder, jetzt noch einmal zu optimieren.

Bei der 760D bemerken wir im Gegensatz zur 760D (Hybrid CMOS AF I) keine Pump-Effekte mehr, aber der AF schärft viel gezielter. Der Zeitaufwand liegt etwa 30% unter dem des 400D. Dabei wird der fortlaufende AF im Allgemeinen abgebremst (auf ca. 50%), der Zeitvorsprung in Prozent jedoch beibehalten.

Die EOS 60D dagegen verwendet Doppelpixel auf einer Fläche von 80% und bietet damit - zusammen mit der in dieser Hinsicht wieder erneuerten EOS 6D II - eine deutlich größere Erfassungsbasis als das hybride CMOS AF. Vor allem die EOS 6D Markierung 2 ist zurzeit die einzige Canon DSLR, die die Schärfegeschwindigkeit im Videobild anpassen kann, um bei Bedarf cineastische Weichzeichnerwechsel zu erreichen.

In den Spezifikationen des EOS 760D Serienaufnahmemodus legt Canon eine Übertragungsgeschwindigkeit von 5 fps für 8 InstantRWAs fest. Die EOS 700D ähnelt sehr stark. Mit 15 unverzögerten RTWs bei etwa 7 fps liefert der 1970er dagegen eine wesentlich höhere Leistung. Sogar bei Panoramabildern, die von einem Dreibeinstativ mit der Zeilenbelichtungsfunktion aufgenommen wurden, verlangsamt das 760D Sie ab dem dritten  Bereich leicht und Sie müssen aufgrund der Lagerzeit mit einer kleinen Verzögerung rechen.

Die EOS 760D unterstützt wie alle neuen Canon DSLRs auch die Ultrahigh-Speed mit der SD-Karte in erster Klasse (UHS-I). Der UHS II-Standard wird jedoch nur von sehr wenigen System-Kameras wie einer Samsung DSX 1 oder X-T1 unterstützt. Neben der spiegelfreien EOS M3 macht Canon auch den Schritt in Richtung Bild-Sensor von 18 auf 24 Megapixel bei der 760D und der 750D.

Diese Auflösung wird von Sony und Nikon auf ihren APS-C-Sensoren etwas länger angeboten. Tatsächlich wurde die Auflösung jedoch erhöht und auf der 760D im RAW-Format* sind bis zu 3.288 Zeilen zu sehen, während die 700D mit dem 18-Megapixel-Sensor auch bis zu 2.965 Zeilen in Bildhöhe anzeigt, was etwa 10% weniger ist als die 760D-Auflösung.

Der Pixelwirkungsgrad sank jedoch im Vergleich zur nominalen Pixelzunahme bei der 760D von 86 auf 82%. Dagegen ist der ISO-Rauschpegel erwartungsgemäß auch eine ausgeprägtere Vorstellung als beim DS 700 und im Rahmen von ISO 100 - 3G. 200 um etwa 7% erhöht. Optisch wird der Differenz jedoch in den noch höheren ISO-Bereichen z.B. bei 12.800 deutlicher. Hier wirkt die 1000D bereits deutlich weniger laut, obwohl man diese Wertebereiche in der Regel etwas weniger verwendet, da sie im Prinzip in einer kaum nutzbaren Qualität vorliegen.

Im Vergleich zu einer EOS 60D mit einem 20-Megapixel-Bildsensor kann die 760D auch mit einer höheren Auflösung punkten, aber der ISO-Rauschpegel ist bei der siebziger sogar noch niedriger als bei der Siebentausender. Fazit: Die 760D bietet mit sehr gut funktionierenden Gläsern und Tageslichtbedingungen einen echten Mehrwert, während bei weniger Fremdlicht der Nutzen durch eine leicht erhöhte Körnung im Bildfeld verloren geht.

Mit der Aufhellung der Farbtiefen im RAW-Format schnitt die 760D jedoch eine kleine Vorstellung besser ab, obwohl der Nutzen gegenüber einer 400D und/oder 80D nur geringfügig ausfällt und in der Realität kaum von Bedeutung erscheint. Viel besser als zum Beispiel mit dem Canon RAW-Konverter Digital Photo Professional, der ebenfalls gratis im Lieferprogramm der EOS 760D enthalten ist.

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