Die Kleinbildkamera

Der Kleinbildkamera

Der Kamera-Analogkameras / Filmformate. Miniatur; Diskette; Tasche; APS;

Kleines Bild; Mittelformat; Großes Bild.

Aber die Kamera war sehr sperrig. Entsprechend ihrem Aufzeichnungsformat wurden sie als Großformatkameras bezeichnet. Die erste Kleinbildkamera wurde 1924 auf den Markt gebracht. Dabei nutzte sie nicht nur den praktischen Rollenfilm, auf dem mehrere Bilder nacheinander statt nur einer aufgenommen werden konnten, sondern vor allem ein neuartiges Filmformat: Der Streifen war 35 Millimeter dick.

Anschließend wird dieser auch als Kleinbildfilm bezeichnet. Mit seiner Erfindung für die Fotografie eröffneten sich neue Perspektiven. Oscar Barnack hat für Leitz die erste Kleinbildkamera für diesen Kleinbildfilm inszeniert. Man nannte sie Leica. Bei Leitz war Barnack nicht nur Entwicklungsleiter, sondern machte auch gern Fotos. Da er an einer Asthmaerkrankung litt und daher die großen Fotoapparate kaum mitnehmen konnte, hat er eine neue praktische Kleinbildkamera zu Haus mitgebracht.

Im ersten Jahr werden 1000 Fotoapparate produziert. Die Kleinbildkamera eröffnete auf einmal völlig neue Perspektiven in der Photographie. Besonders Journalisten waren auf einmal in der Lage, rasch mit der Fotokamera in der Hand umzugehen. Es gab nun schon 90.000 35 mm starke Fotoapparate auf der ganzen Welt.

Kameras mit einem Gewicht von zwölf Kilo

In manchen Fällen kommen große Innovationen aus einem Augenblick, in dem nicht nur eine raffinierte Vorstellung auf ein optimales Entwicklungsumfeld stößt. Ab und zu sind Missgeschicke gefragt, die eine Vorstellung erst einmal heranreifen lässt. Einer dieser Fälle ist die Historie der Kleinbildkamera. Kameras dagegen sind vor fast hundert Jahren auf ein praktisches Bildformat geschrumpft.

Das war die Schuld eines Mannes namens Oskar Barnack. Der 1879-1936 geborene Barnack war Feinwerkmechaniker und hat ab 1911 bei der Fa. Leitz im westfälischen Wetzlar Mikroskope und Film-Kameras entwickelt. Der Barnack dagegen konnte und wollte nicht, weil er an einer Asthmaerkrankung erkrankt war. Ausgehend von dieser Ausgangssituation reift in ihm die Vorstellung, die Größe der Kameras maßgeblich zu reduzieren.

In seinem Spezialgebiet, den Film-Kameras, hat er den entscheidenden Erfolgsfaktor gefunden. Für ihn war es der entscheidende Erfolgsfaktor, Zelluloid-Streifen, wie sie in einer Filmkamera verwendet werden, in eine Kamera zu integrieren. Er nahm in seiner freien Zeit die Aufgabe an und entwarf in seiner freien Zeit den Prototypen einer Kleinbildkamera.

Da der von Barnack bevorzugte Namen Lilliput bereits beschützt war, bezeichnete er seine sagenumwobene Leica - bestehend aus Leitz und Camera. Es wurde ein großer Wurf. Doch nicht nur ihre kompakten Abmessungen haben die Kameras bis heute geprägt, auch drei weitere Merkmale von Barnacks Innovation sind bis heute erhalten geblieben:

Zum einen das Bildformat von 24 mal 36 Millimetern, zum anderen die Filmlänge eines 35-mm-Films von 1,65m. Ein längerer Zelluloid-Streifen mit seiner Flügelspannweite konnte vom Entwickler nicht auseinandergezogen werden. Auch der von Barnack entworfene Halter für das Blitzlicht, der Blitzschuh, hat sich durchgesetzt.

Schon das erste Foto, das er mit seinem Leica-Prototypen machte, zeigte den Nutzen des Gerätes für Amateurfotografen.

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