Leica Digilux 1

Die Leica Digilux 1

Die Leica Digilux 1Kamera mit eingebautem Objektiv - detailliertes Datenblatt mit Preisvergleich. Leica hat im Frühjahr 2002 in Zusammenarbeit mit Matsushita/Panasonic die Digitalkamera Digilux 1 auf den Markt gebracht. Als Reportagekamera erschien Anfang 2002 die Leica Digilux 1.

Freilandversuch

Ein kurzer flüchtiger Einblick genügt: Sie werden das Aussehen der Digilux 1 entweder mögen oder nicht. Zum Glück hat die Leica Digilux 1 die gleiche Innenausstattung wie ihre Doppelschwester DMC-LC5, die ein völlig anderes Exterieur hat, so dass Sie zwischen drei verschiedenen Geschmacksvarianten auswählen können: Die DMC-LC5 ist in den Farben schwarz und schwarz erhältlich.

Die Digilux 1 verfügt somit über eine große Anzahl an Griffflächen, was die Schüttelfestigkeit steigert. Die Digilux 1 hat im Unterschied zur DMC-LC5 keinen geformten Griff. In Verbindung mit dem sehr weichen Gehäusefinish gibt dies der Maschine keinen guten Halt. Sonst ist die ergonomische Gestaltung der Leica Digilux 1 und der DMC-LC5 (die wir auf der CeBIT in den Händen hielten) vorbildlich: Die Steuerelemente sind sauber über das gesamte Gebäude verstreut (und auch dort plaziert, wo man sie erwartet) und die Tastenbelegung ist bis ins letzte Detail ausgeklügelt.

Neben der Vorderseite des Objektivs (mit manueller Fokussierung!) befindet sich der Drehknopf für den Fokussiermodus (Autofokus, Macro ab 6 cm, manuell), auf der Oberseite des Gehäuses der Drehtisch zur Auswahl des Aufnahmemodus (Vollautomatik, Programmierautomatik, Zeit- und Blendeautomatik, Handbelichtungssteuerung, Film-Modus) und auf der Rückseite der Kamera unter anderem Einzeltasten für die Belichtungsfunktionen und den Belichtungsmessmodus.

Der Drehtisch, der mit dem Bildmodusschalter verbunden ist (Einzelbild, Dauerlauf, Wiedergabe), hat jedoch eines zu kritisieren: Zum einen greifen die Einzelpositionen nicht klar genug ein, zum anderen ist die automatische Blendensteuerung mit " T " - anstelle von S oder Tv - ungewöhnlich (aber Leica-typisch) markiert. Die erste Kritik ist besonders schwer, wenn man die Digitalkamera in einer Tüte trägt und sie beim Entnehmen in einem anderen Aufnahmemodus hat.

Sie können auch den Auslöseknopf drücken und die Fotokamera "klappert" im Serienbildmodus, wenn Sie dachten, Sie wären im Einzelbildmodus. Hierzu leistet auch der großzügige 2,5" LCD-Farbbildschirm mit sehr guter Bildqualität (Auflösung, Winkelstellung, Rauschverhalten) und guter Ablesbarkeit im Gegenlicht. Die Digilux 1 wird dazu standardmäßig mit einem sehr praktischen Leuchtenschaft ausgeliefert, der am Kamerastativgewinde angebracht ist und sich öffnen und schließen läßt.

Es ist bedauerlich, dass der LCD-Bildschirm der Digilux 1 nicht gekippt werden kann, was aber aufgrund der großen Bilddiagonale nicht möglich sein mag. Die Digilux 1 hat einen optischen Zielsucher mit eingeblendeten Parallaxenausgleichsmarkierungen und einer motorischen Brennweitenverstellung. Mit dem Schlagwort Brenndauer kommt man dann direkt zum Gegenstand der Objektive, die - wie bei der Körpergestaltung - in bestimmten Bereichen zu leidenschaftlichen Gesprächen führen.

Insider werden das als Leica Vario-Summicron bekannte Glas (Nahaufnahme des oberen Bildes) als vertraut empfinden. von 33-100 Millimetern bei 35mm) sowie in der Lichtintensität (F2,0 bis 2,5) und sogar in der Bauweise (8 Objektive in 7 Linsengruppen - davon 2 asphärisch) ähnelt das Glas dem einer bestimmten Canon PowerShot G1/G2 (Detailansicht Unterbild), die auch unter der Kennzeichnung "Canon Lens" im Casio QV-4000, unter der Kennzeichnung "Carl Zeiss" in der Sony DSC-S75/85 und unter der Kennzeichnung "Epson Lens" im Epson gefunden wird.

Leicas offizielles Statement zu diesem Themenbereich ist wie folgt zusammengefasst: Leica hat die "Basisrechnung" von Panasonic erhalten und Vorschläge zur Verbesserung, besonders im Hinblick auf das Zentrieren und die Rückerstattung gemacht. Man sagt auch, dass Leica nicht über die notwendigen Produktionskapazitäten verfügt, um Linsen in großen Stückzahlen herzustellen, und deshalb wird das Digilux 1-Objektiv in Japan gefertigt und nach den strikten Test- und Abnahmevorschriften von Leica geprüft.

Doch wie dem auch sei: Das Linse LeicaCanonZeissEpson hat bereits in verschiedenen Versuchen überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt, so dass es letztlich keinen Unterschied macht, wer das Linse entwickelt hat oder wer das alles selbst mit entwickelt hat. Der 1/1,76" CCD-Sensor hat nicht nur etwas grössere Bildpunkte (3,25 statt 3,125 Mikrometer) im Gegensatz zum weit verbreiteten Sony ICX406 CCD-Bildwandler, sondern auch eine andere Mikrolinsenstruktur, die keinen Freiraum zwischen den Einzelobjektiven zulässt und daher das Streulicht besser aufnimmt.

Leica/Panasonic legt großen Wert darauf, die Empfindlichkeit des Bildverstärkers zu erhöhen, da der CCD-Sensor mit einem Farbfiltermosaik CMY anstelle eines Bayer RGB-Farbfiltermosaiks bestückt ist, das eine bessere Ausnutzung der Empfindlichkeit (laut Panasonic bis zu 50 Prozent) hat. Unsere Testaufnahmen sind gekennzeichnet durch exzellente Farb-Neutralität, sehr niedriges Rauschen und eine wesentlich niedrigere Neigung zum Ausblühen (im Gegensatz zum Sony ICX406 CCD).

Ansonsten kommt die 64-zonige Matrix-Messzelle der Digitalkamera sehr gut mit Extremsituationen zurecht und kann bei entsprechender Anforderung in ein mittig gewichtetes Integral- oder Spot-Messverhalten umgewandelt werden. Falls die Aufnahmesituation es erfordert, werden Sie eine optische Warnmeldung erhalten (die Blenden- und Verschlusszeitanzeige ändert sich auf rot) und müssen dann auf ein halbautomatisches oder manuelles Belichtungsprogramm wechseln, damit die Digitalkamera langsamere Verschlußzeiten auslösen kann.

Sie können im Menü der Kameras einstellen, ob Sie mit dem ersten oder zweiten Vorhang synchronisieren wollen - solange Sie mit einer zentralen Verschlusskamera über einen "Verschlussvorhang" sprechen können (der Blitzvorhang wird entweder am Beginn oder am Ende der Langzeitbelichtung ausgelöst). Der Leica Digilux 1 und der Panasonic DMC-LC 5 verfügen standardmäßig über einen Blitzschuh mit Blitzschuhkontakt, TTL-Übertragung oder noch fortschrittlichere Blitzgeräte wie die kabellose TTL-Blitzsteuerung (Minolta, Canon).

Die Leica Digilux 1/Panasonic DMC-LC 5 ist in der Autofokusmessung sehr weit fortgeschritten. Daraus resultiert eine geringe Fokussierzeit, die bei der Digilux 1 im Schnitt nur 0,8 s beträgt. Der Fotoapparat ist so flott wie der Selbstfokus. Die Leica Digilux 1/Panasonic DMC-LC5 stellt zusätzliche Datenformate in den Formaten MOV und WAV zur Verfügung.

Das sind bei Leica/Panasonic SecureDigital oder MultiMediaCard Wechselspeicherkarten, die mit einer Kapazität von bis zu 512 Megabyte erhältlich sind. Besonders grosszügig ist Leica bei der Digilux 1 und verfügt serienmässig über eine 64 MB-SD-Karte. Offensichtlich ist nicht nur der Wechseldatenträger, sondern auch der Innenpufferspeicher der Kameras grosszügig bemessen, da im Serienbildmodus bis zu acht aufeinanderfolgende Bildaufnahmen mit einer Bildrate von 3,8 Frames pro Sek. möglich sind.

Schlussfolgerung: Auch wenn die Leica Digilux 1 mehr Leica als in ihr enthalten ist, ist es dem Unternehmen aus Solms gelungen, eine sehr erfolgreiche Digitalkamera auf den Marktzubringen. Beim Digilux 1 (oder der Panel DMC-LC5) wurde offensichtlich sehr viel Gewicht auf einen reibungslosen Betrieb der Anlage gelegt. 2.

Sie ist nicht nur selbst rasch zu betreiben, sondern ermöglicht dem Anwender auch umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten und schnelle Reaktionszeiten (Einschaltzeit, Auto-Fokus, Serienbildgeschwindigkeit, Auslösungsverzögerung usw.). Der Digilux 1/DMC-LC5 hat alles, was ein "seriöser" Photograph braucht, aber nichts Besseres. Die Digilux 1 richtet sich jedoch an ein hart umkämpftes Marktsegment und muss mit einem starken Wettbewerb gerechnet werden - denn der "Überflieger" ist nicht die Digilux 1.

Selbst wenn Leica und Panasonic alles daran setzen, das Leica "Gütesiegel" auf das Kameraobjektiv zu stempeln, werden Markenfetischisten allerhöchstens geblendet. Das gleiche Objektivaufbau oder die gleiche Linsenformel finden sich auch in vielen anderen Fotoapparaten, bei denen die Abbildungsgüte des Objektivs keine Wünsche offenläßt. Auch andere Kameraleute wie Minolta mit dem 28-200 mm/F2,8-3,5 GT Objektiven oder Olympic mit dem leistungsstarken F1,8-2,6 Objektiven der C-x040 Serie machen es manchmal noch besser.

Andererseits hat sich Leica beim Kaufpreis zurückhaltend verhalten (was insbesondere bei den Baureihen Leica M und R nicht immer der Fall ist) und der Digilux 1 ein vorteilhaftes Verhältnis von Leistung und Kosten geboten.

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