Fotoapparat test

Kamera-Test

Kameratest: Vergleicht man die Modelle 950 und 1020 Ist die zwei Jahre ältere Pureview-Kamera des Nokias 1020 mit der Version 2015 der Microsoft Smartphones 950 und 950 XL kompatibel? Das mehr als zwei Jahre ältere Modell Nokias 1020 tritt in einem Kameratest gegen das kürzlich veröffentlichte Microsoft Modell 950 oder 950 XL an. Wenigstens für ambitionierte Amateurfotografen bieten die 1020 relativ viele Einflussmöglichkeiten auf die Technik ihrer Bilder. Durch den großen Bildaufnehmer nutzt das System den Nutzen gegenüber vielen anderen Geräten. Das neue Windows 10 Smartphone vom Typ 950 und 950 XL kommt mit einem handelsüblichen Fühler um die Ecke, ist aber auch dementsprechend schmal.

Ausgerüstet ist die 1020 mit einem 1/1,5-inch 41 Megapixel -Sensor, einem Sechs-Objektiv und einem zusätzlichen Stabilisator sowie einer f/2/2, 2. Die Modelle 950 und 950 XL verfügen über einen 20 Megapixel-Sensor mit einer Grösse von 1/2.4 Inch, ein 6-Linsen-Objektiv mit optischer Bildstabilisierung und einer Apertur von f/1.9. Während die Xenon-Blitzleuchte mit einem besonders hellem Xenon-Blitz und einem eigenen Zusatzlicht für den Autofocus ausgerüstet ist, sind die Modelle 950 und 950 XL mit je einem LED-Blitz mit drei verschiedenfarbigen Leuchten ausgerüstet, die auch bei schlechten Lichtverhältnissen den Autofocus unterstützen.

Während der Messwertaufnehmer des 1020 zwischen einem Bildformat von 4:3 und 3:2 pendelt, ist der 950 laut Microsoft ein "echter 16:9-Sensor". Vorsichtshalber haben wir alle Aufnahmen im Breitbildformat mit der niedrigeren Auflösung, aber mit überabgetasteten Bildern in der 1020 erprobt. Die Modelle sind die ersten mit Windows 10 Handy, das Gerät arbeitet noch unter der alten Version des Betriebssystems Windows Telefon 8. 1 Jeans.

Dementsprechend unterschiedlich sind die Kamera-Applikationen, denn während auf der neuen Version der 950 (XL) nur eine einzige Kameraapplikation installiert ist, sind die Funktionalitäten der 1020 noch zwischen den Applikationen "Camera" und "Lumia Camera" verteilt. Sie können nun in der üblichen Kameraanwendung den Maximalzoom der reinen Pureviewkamera verwenden, aber die vielen Einstellungen inklusive RAW-Aufnahme bieten nur die Lumia-Kamera.

All diese Funktionalitäten finden Sie bei der neuen Version der Kamera 950 (XL) in der bereits installierten Kamera-App und nur der Aufnahmemodus "Advanced Shooting" ist ebenfalls inbegriffen. Im Einstellmodus, der bei einigen wenigen Handys mit dem Denim-Update geliefert wird, werden zwei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen gleichzeitig aufgenommen, während der Nachbelichtung kann die Deckkraft des hellen Bilds auf dem dunkleren mit dem Regler eingestellt werden.

Eine solche Lösung gibt es beim Modell 1020 nicht. Die Leistung der Applikation ist ebenfalls deutlich besser als die der 1020. Wenn die Applikation per Fingertipp oder durch kurzzeitiges Drücken und Halten des Kameraauslösers ohne weitere Verzögerungen gestartet wird, nehmen die Anwendungen auf der Leica 1020 viel zu viel Zeit in Anspruch.

Es gibt auch keinen echten Serienaufnahmemodus bei der neuen Version der Serie 1020; die Einzelbilder müssen von Hand selektiert und bei Notwendigkeit mit der "Intelligent Sequence" als Einzelbild abspeichert werden. Anders beim Pioneer 950 (XL): Drücken Sie den Auslöseknopf und schon sind 20 Aufnahmen der gleichen Lage fertig. Trotz ihres hohen Alter und der Entwicklung von Smartphone-Kameras in den letzten zwei Jahren bietet die 1020 sehr nützliche Aufnahmen.

Das Windows Phone besticht bei Tageslicht durch ausgeglichene Gegensätze und - wenn der skurrile Weissabgleich mitgeht - durch naturgetreue Farbwiedergabe; bei Nacht-Aufnahmen schneidet die Digitalkamera mit entsprechendem Geräuschverhalten und nützlichen Einstellungen ab. Doch mit dem neuen Modell kommt der Wettbewerber aus dem eigenen Haus, der die Stärke des Modells 1020 übernimmt und dennoch nachbessert.

Seit der Markteinführung des neuen Modells 1020 hat es Fortschritte gemacht, insbesondere hinsichtlich der Schärfe der Bilder. Zu unscharf waren die bisher gezeigten Bilder aller Smart-Phones mit Pureview-Sensoren, die aufgrund der Software-Nachbearbeitung oft den Hauch eines Lacks verfehlten. Jetzt macht der 950 (XL) alles anders, denn dort werden angenehme Schärfe im Detail erzielt, selbst feinste Striche ragen noch deutlich von ihrem Untergrund ab und erwecken so den Anschein eines lebhaften und lebhaften Bilder.

Während der Einsatz des 1020 nach vielen Software-Updates und selbst bei optimalen Lichtverhältnissen beim Fokussieren einer Szenerie ab und zu mal auf die Hilfe bei der manuellen Justierung angewiesen ist, kommt es beim 950 (XL) kaum zu solchen Problemen. Nicht mehr, denn wie bei einigen anderen gängigen Handys kommt es manchmal vor, dass das Foto in der Box ist, ohne dass der Fokus auf das Objekt gerichtet ist.

Microsoft hat die Nahgrenze der neuen Leuchte erheblich erhöht; der Fotograf darf sich nun etwa zehn Millimeter näher an das gewünschte Motiv heranbewegen; bei der Leuchte 1020 muss ein Mindestabstand von 15 Zentimetern beibehalten werden. Während die Kameras der 1020 dazu neigen, mit Licht und Schatten zu versinken, schafft es die 950 (XL), solche Stellen merklich besser zu korrigieren - das alte Model schneidet in den mittleren Tönen etwas besser ab.

Auf der Rückseite befindet sich der 1020 für den Weissabgleich, denn er weiss, wie man ab und zu eine wunderschöne Landschaft völlig ruiniert. Natürlicher geht es mit dem neuen Modell 950 (XL) zu, auch die Farbe der einzelnen Gegenstände fällt nicht allzu sehr auf. Das Fotografieren bei ungünstigen Lichtverhältnissen ist für beide Geräte recht gut, bei schwachem Umgebungslicht ist die höhere Bildschärfe der Lampe wieder spürbar.

Von der größeren Blendenöffnung profitiert die Smartphone-Kamera, denn die Aufnahmezeiten sind oft etwas geringer und die ISO-Werte geringer als beim Smartphone 1020. Die maximal mögliche Aufnahmezeit beträgt vier Sek., der größte ISO-Wert beim Smartphone 1020 ist vier. Wie bei vielen Smart-Phones mit Weitwinkelobjektiven erzeugt das Modell 1020 unschöne Verzerrungen an den Bildwinkeln, insbesondere bei Aufnahmen im Seitenverhältnis 4:3, und zeigt sie verschwommen an.

Auch die Bildschärfe des Modells 950 (XL) nimmt zu den Kanten hin ab und die Verzerrungen sind oft einmal gebogen, aber nicht ganz so deutlich. Auch hier ist der Xenonblitz der Lumia 950 (XL) einen Schritt voraus: Der dreifache LED-Blitz ist nicht so brillant wie der Xenonblitz der 1020, aber die drei verschiedenen Farblichter bieten ein natürlicheres Abbild, besonders für Portraits.

Einen weiteren Pluspunkt der Lampe bietet die "Extended Shooting"-Funktion, mit der die Blitzintensität nachträglich reduziert werden kann. Mit einer beeindruckenden Digitalkamera ist die 950 (XL) ausgestattet, Microsoft hat sich um viele Kritiken an der 1020 gekümmert. Sicher, Superpixel und der Sensorzoom sind in der neuen Version der Purviewkamera ab 2015 nicht mehr verfügbar, aber wir haben diese Funktionen in unserem Test nicht wirklich ausgelassen.

Im Vergleich zum Smartphone-Oldie macht der 950 (XL) scharfe und ausgeglichenere Aufnahmen, darf im RAW-Format fotografieren und verfügt über einen sehr effektiven visuellen Stabilisator. Und vor allem ist die Schnappschusskamera 950 (XL) besser als die schleppende 1020, die vom Patienten nur für ein gutes Bild gebändigt werden will.

Der gute 1020 macht etwas mehr Spass, aber der 950 (XL) hat auch viele manuelle Einstellungen - und da sind sie viel kürzer.

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