Nikon Compact

Nihon Kompakt

Kompaktkameras von Nikon mit integriertem Zoomobjektiv. Nihon Coolpix A900 Kamerasilber da recht preisfest kristallisiert, ist der Zuschlag für die teilweise eindeutig verbesserte Technologie und Ausrüstung (besserer Zoommodus, 4K-Modus) erträglich, allerdings wurde die Funktionsweise des Bildschirms unglücklicherweise "kastriert", da er nicht mehr gedreht, sondern "nur" nach oben geschwenkt werden kann. Nikon stellt in dieser Preisklasse keinen weiteren Schritt dar. Das Kameragehäuse ist bemerkenswert schlank und leicht, aber es sieht nicht sehr wertvoll aus.

Es gibt keinen Bildsucher, die Darstellungsqualität, Bildschirmauflösung und Farbbrillianz würde ich einen ordentlichen Mittelwert nennen, aber nicht notwendigerweise eine Vorgabe. Überraschend ist auch der Umgang mit der Oberfläche und der Menüführung von Nikon - wer bereits in der Vergangenheit Erfahrung hat, kommt rasch zurecht.

Sie können rasch zwischen Automatikbetrieb und manueller Einstellung wechseln, wodurch das wichtigste Kriterium eines Hosen-Allrounders sicherlich im Automatikbereich zu suchen ist. Der Clou der neuen Kameras ist natürlich das große Brennweiten-Spektrum, das nahezu eine Garantie für gelungene Aufnahmen aus großer Distanz ist. Das befriedigt mich allerdings nur in einigen Bereichen, und zwar dann, wenn die Lichtbedingungen gut und klar sind.

Der A900 bietet in solchen Fällen klare, farbgenaue und ausgeglichene Aufnahmen. Der A900 kann im Hinblick auf die Batterieleistung uneingeschränkt punkten. Doch damit nicht genug: Der 4K-Videomodus ist nahezu einzigartig in der Traveller-Cams-Familie. Mit den passenden Haushaltsgeräten (4K-TV) können Sie eindrucksvolle Speicher auf Speicherkarten und Festplatten einfangen - aber Sie sollten dabei nicht übersehen, dass 4K in unruhigen Händen rasch Energie und Professionalismus einbüßt und vor allem für (Speicher-)Ressourcen äußerst stressig ist.

Obgleich für mich selbst weniger interessant, habe ich mich aufgrund früherer Bewertungen verhältnismäßig intensiv mit der SnapBridge-Funktion der Kameras auseinandersetzt. Die vorbehaltlos ablehnenden Bemerkungen muss ich an dieser Stelle allerdings noch einmal bekräftigen, da eine ungestörte App-Verbindung derzeit einfach nicht garantiert ist. Ich kann trotz sehr moderner Geräteperipherie zu keinem Zeitpunkt im Zusammenwirken mit einem Smartphone von Sony S7 eine Anbindung an die Digitalkamera herstellen - weder über Funk noch über NFC.

Schlussfolgerung: Der A900 hat keinen Bildsucher, keine hervorragende Lichtintensität, kommt ohne Speicheroption im Rohformat aus und erleidet einen totalen Ausfall in der SnapBridge-Historie. In direktem Zusammenhang mit einem vergleichsweise höheren Kaufpreis lassen diese Argumente nur eine sehr durchschnittliche Gesamtschlussfolgerung zu, zumal auch die damit verbundenen Qualitätsmängel in der Bildqualität erkennbar sind. Dabei genügen die Vorteile wie ein großer Vergrößerungsfaktor, das praktische Design, die leichte Bedienbarkeit, der ausgefeilte 4K-Videomodus und die damit verbundenen Allroundfähigkeiten nicht, um das Regal mit Freude zu erobern.

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