Nikon Df test Review

Testbericht Nikon Df Test Review

Die DSLR zeigt im Test auch bei höheren ISO-Werten eine sehr gute Bildqualität. Dagegen ist die Bildqualität, wie der Test zeigt, unbestritten absolut top. Konsequentes Retrodesign Dem Retro-Konzept entsprechend verfügt das Nikon Df über viele Zifferblätter, aber keine Video-, WLAN- oder GPS-Funktionen. Es verleiht dem SLR-System von Nikon einen Touch von Sehnsucht und macht die hervorragende Bildqualität des Nikon D4 für den Amateur erschwinglich. Anstelle von 6.

000 EUR für das Gehäuse D4 bezahlen Sie für ein Nikon Df inklusive der dazugehörigen, schnellen retrofixen Brennweite AF-S Nikkor 1,8/50 Millimeter G SE nur noch 3000 EUR und erhalten so den 16-Megapixel-Vollformat-Sensor vom D4 mit "Nachtsichtqualitäten" zum halben Stückpreis.

Zusätzlich zum Signalgeber übernimmt der Nikon Df vom D4 auch den Xpeed3-Prozessor mit 14-Bit-A/D-Wandler und 16-Bit-Bildverarbeitung, der für die Datenverarbeitung entscheidend ist. Aber vor allem ist das ansprechende Erscheinungsbild auffallend - die neue Nikon Df ergänzt die Palette der kleinen Digitalkameras mit einem Retro-Modell, das an analoge Kamera-Legenden wie die Nikon F2 aus den 1970er Jahren anlehnt.

Allerdings konkurriert das neue Modell im Bereich der 3000 EUR mit einem leistungsstarken internen Konkurrenten: dem 36-Megapixel-Nikon D800.

Die für den Nikon Df konzipierte Retro-Konzeption geht weit über das reine Gestalten hinaus. Auch Funktionen, die sich erst in den vergangenen Jahren auf dem Kameramarkt etabliert haben, wie z.B. die Video-Funktion, WLAN und GPS, werden von Nikon entfernt. Die Nikon Df verfügt als besonderes Merkmal über einen faltbaren Öffnungskupplungshebel, so dass neben den heutigen F-Objektiven auch ältere Nikkor-Objektive aus der Zeit vor 1977 ohne Öffnungsübertragung angeschlossen werden können.

Der Nikon Df kann bei Verwendung solcher Vintage-Objektive die Blendenmessung bei offener Apertur kontrollieren; der Photograph muss jedoch im Menu unter "Lens data" die Fokussierung und Lichtintensität einrichten, den Punkt "Lens without AI" unter "Aperture transmission" einschalten und abschließend die Blendeneinstellung mit dem Wahlschalter manuell vornehmen - aufwendig. Der Nikon Df besticht nicht zuletzt durch sein markantes und dennoch schlichtes Design, obwohl er nur aus Magnesium-Elementen oben, unten und hinten und auf der Vorderseite merklich plastisch gefertigt ist.

Das geformte Griffstück ist etwas kleiner und unauffälliger als das D610, das sonst ebenfalls kompakt, aber rund 100 Gramm leichter ist und trotz seiner strukturierten Fläche weniger angenehm in der Handhabung ist. Um die Staubablagerung auf dem Tiefpass -Filter zu minimieren, hat der Nikon Df das für Nikon SLRs vorgeschriebene Sensor-Reinigungssystem an Board.

Darüber hinaus sollte sein Gehäusedeckel genauso gut versiegelt sein wie das des D800. Nikon geht jedoch beim Fokus-Plan-Verschluss einen Kompromiss ein. Sie ist für 150.000 statt 400.000 (D4) oder 200.000 (D800) Releases ausgelegt und erlaubt nur Expositionszeiten von bis zu 1/4.000 statt 1/8.000 einer Sekunde. Der unterschiedliche Verschluss- und Spiegelaufbau könnte auch ein Hauptgrund dafür sein, dass das Nikon Df trotz des selben Detektors und ähnlicher Prozessoren im Serienmodus viel länger funktioniert als das D4: Letzteres erreicht 10,2 fps, das Df nur 4,6 fps.

Die Df verfügt, wie es für die aktuellen Nikon Vollformat-Kameras üblich ist, über einen großen, übersichtlichen SLR-Sucher mit einer effektiven 0,7-fachen Vergrösserung und einer 100%igen Feldabdeckung. Bei Monitoren wendet sich Nikon vom Retro-Konzept ab: Das übersichtliche 3,2-Zoll-Display mit 307.000 RGB-Pixeln ist nicht nur für das Menu, die Info-Darstellung und -Abspiel verantwortlich, sondern auch für die Live-View-Vorschau, bei Bedarf mit eLW.

Darüber hinaus stellt das Nikon Df bei der Bildreproduktion nur ein Historiediagramm dar. Wie das D610 verwendet auch das Nikon Df einen RGB-Sensor mit 2.016 Bildpunkten für die Lichtmessung, einen Rückgang gegenüber dem D4 und D800, die über 91.000 Bildpunkte verfügen. Der Phasen-Autofokus, der mit dem Belichtungsmessgerät gekoppelt ist, wurde ebenfalls vom billigeren D610 und nicht von Nikons Profi-Klasse übernommen:

Es funktioniert mit 39 statt 51 Halbbildern, 9 statt 15 Querempfängern und ist gegenüber D4 und D800 langsamer: Im Test benötigte der Nikon Df im Durchschnitt 0,33 s zum Scharfstellen und Triggern bei idealen Lichtbedingungen und 0,47 s (D4: 0,26/0,24 s; D800: 019/0,29 s) in einer abgedunkelten Umgebungsdunklung. Muss die Fachkamera im Live View von der Phase auf das Kontrast-Autofokussystem umschalten, wird die Auslösungsverzögerung auf 0,97 s (D4: 0,85 s; D800: 0,92 s) ausgedehnt.

Bei Nikon gibt es viele verschiedene Räder: im Hintergrund ein universelles für die Programmverschiebung, im Vordergrund für die Blendenöffnung, im Oberteil ein zweistöckiges für ISO-Nummer und Belichtungskorrektur, im rechten Teil für den Aufnahme-Modus, daneben ein weiteres für die Verschlußzeit mit Drehknopf zur Einstellung der Funktionsweise. Es ist kein Zufall, dass für die sekundäre Anzeige kaum noch Raum vorhanden ist, aber um so erstaunlicher ist, wie viele Daten auf ihr angezeigt werden; von der Blendenöffnung über die Aufnahmezeit und den Akkustatus bis hin zur noch freien Aufnahmemenge - Nikon bietet all dies bei 1,8 x 0,7 cm.

Das Autofokus-Modul des Df bewertet wie beim Verbrauchermodell D610 max. 39 Teilfelder. Menustruktur und Bedienung wie Vierwegewippe und i-Taste ( "Schnellmenü") sind von anderen Nikon Digital-SLRs bekannt. Die Tatsache, dass Nikon auf dem 36 x 23,9 Millimeter großen Vollformat-Sensor des Nikon Df verhältnismäßig wenig grössere Bildpunkte verwendet, macht sich vor allem bei höherer Sensitivität bezahlt:

Dennoch zählt die Nikon Df zu den bevorzugten Fotoapparaten, die noch nützliche Ergebnisse liefern können. Die D4 und die D610 sind um 800 besser als die D4 und die D610. Gegenüber dem 36 -Megapixel-Gegenstück D800 ist das Df aufgrund der hohen Bildauflösung wie erwartet im Rückstand, behält sich aber mit mäßigeren Textur- und Diffraktionsverlusten beim Dimmen zurück.

Bei der Nikon Df handelt es sich um eine hochauflösende Fotokamera mit Charisma und hervorragender Bild-Qualität. Der Nikon Df hingegen bekommt von dem 16 MP Vollformat-Sensor etwas mehr als der doppelte Preis des D4 - vor allem bei höherer Sensitivität. Neben dem Signalgeber und dem Image-Prozessor, die beide vom D4 kommen, übernimmt der Df eine Vielzahl von Komponenten aus dem Verbrauchermodell D610.

Alles in allem in Ordnung, nur mit dem AF-Sensor hätte Nikon die D4-Komponente besser aufgenommen. Dennoch scheint die Prämie gegenüber dem D610 (rund EUR 1000 ) angesichts der Bewertungsergebnisse angemessen.

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