Panasonic Lumix Gf2

Lumix Gf2 von Panasonic

Kompaktprüfung Die Lumix GF2 sieht im Design und in der Ausführung mehr wie eine etwas grössere kompakte Fotokamera aus. Durch das schlanke Design kann die Digitalkamera bei Einhandbedienung nicht fest zwischen drei Finger und Finger geklemmt werden. Trotz ihrer Grösse ist diese Lumix keine Einhandkamera. Die SLR-typische Körperhaltung verleitet den Fotografen dazu, die Spiegelreflexkamera ins Visier zu bekommen.

Wer sich an die kleine Fotokamera gewöhnen kann, nutzt gern das hochwertige Motivdisplay. Zum Umschalten zwischen Foto- und Video-Modus müssen Sie den Moduswahlschalter nicht drehen oder gar das Menu durchsuchen. Auch der gewohnte Betriebsartenwahlschalter entfällt komplett, es gibt nur eine Taste, die die "intelligente Automatik" bei Bedarf einschaltet.

An der Rückwand, die nahezu komplett vom Bildschirm verdeckt ist, befinden sich eine Vierwegewippe mit der Menütaste, eine Schnellmenütaste und eine Bild- und Videowiedergabetaste in Griffweite des Daumen. Eine etwas verborgene Funktionsweise des Rades hat uns sehr gut gefallen: Beim Drücken ändert es sich je nach Funktionsweise der Aufnahme.

Die Steuerung und Konfiguration der Kameras erfolgt per Fingerdruck. Durch den Touchscreen konnte Panasonic den Wahlschalter speichern. Wenn Sie auf das Zeichen der momentanen Funktionsweise tippen, erscheint das Zeichen für alle Betriebsarten. Auch die für die eingestellte Arbeitsweise geeigneten Einstellungen können am Bildschirm vorgenommen werden. Panasonic muss dies bemerkt haben und lieferte deshalb einen kleinen Plastikstift.

Der aus dem FG1 bereits bekannt gewordene Smart-Taster für "intelligente Automatik", mit dem von jeder beliebigen Fahrweise auf vollautomatisch umgestellt werden kann, ohne das Menu benutzen zu müssen, wurde beibehalten. Panasonic-Neulinge können jedoch einige der Zeichen erst nach dem Lesen des Handbuches PDF verstehen, das in einigen Teilen anscheinend vom Rechner übernommen wurde.

Das geprüfte Kit-Objektiv Lumix G Vario 1:3,5-5,6/14-42 Millimeter kann den positiven Abdruck des Kamera-Gehäuses nicht fortführen. Dabei ist es sicher von Interesse, dass Panasonic einen Zwischenring für Leica-Objektive hat. Eigenschaften Wie es sich für eine System-Kamera eignet, ist die Lumix LMC-GF2 mit fast allem ausgerüstet, was das Herz eines Fotografen ausmacht.

Natürlich sind alle gängigen Automaten bis hin zur vollwertigen Handsteuerung an Board. Doch auch Anfänger wissen die automatische Bilderkennung, die individuellen Farbwerte und eine von Panasonic als "intelligente Automatisierung" bezeichnete Funktionalität zu schätzen. Denn nur so ist es möglich, dass sich der Anwender auf seine Bedürfnisse einstellen kann. Auf Wunsch des Fotografen wertet die Fotokamera das Objekt aus und stellt alle Einstellungen ein. Der " intelligenter Gegensatz " gewährleistet eine gute Wiedergabe, insbesondere bei kontraststarken Motivs.

Die Lumix nimmt Videos in Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) mit 25 Frames pro Sek. auf, entweder im bisherigen Motion JPEG-Standard oder im heutigen AVCHD, was mehr Video-Zeit auf die Memory-Card in verbesserter Bildqualität mitbringt. Bedauerlicherweise ist ein Außenmikrofon nicht möglich, aber das integrierte Mikrophon nimmt überraschend wenig Handrauschen auf, so dass nur die für das Gerät charakteristischen "Böen" (leider auch bei moderatem Wind) zu vernehmen sind.

Insgesamt ist die Lumix DMC-GF2 ein nützlicher Nachfolger für einen richtigen Kamerarecorder, solange man mit dem hakigen Hand-Zoom auskommen kann. Die Anzeige kann in den automatischen Systemen zur Vorschau der Belichtung nur unter Vorbehalt genutzt werden. Der Grund dafür ist, dass sich das Bild nicht an die Helligkeit des Motivs anpasst, auch wenn der Auslöseknopf zur Hälfte gedrückt wird.

Die Autofokusfunktion kann auch im Menu eingeschaltet werden. Unglücklicherweise kehrt die Anzeige nicht zwangsläufig zum Vollbildschirm zurück, was die Bildgestaltung schwierig macht. Nichtsdestotrotz scheint es, dass die Techniker von Panasonic einige Änderungen an der Qualität der Bilder vorgenommen haben. Darüber hinaus hat der GF2 bei jeder Verdoppelung der Sensitivität nur eine einzige Aussparung!

Der Auflýsung zufolge kommt das Glas bei geýffneter Apertur nahezu an sein Ende. Bei geschlossener Apertur erhöht sich die Bildauflösung nur geringfügig auf Apertur 8, verringert sich aber signifikant darüber. Unglücklicherweise erscheint zum Rande hin ein anderes Foto. Selbst bei geöffneter Öffnung ist der Verlust von Details in den Eckpunkten ersichtlich.

Eine Kantenverdunkelung ist nur im Weitwinkelbereich bei geöffneter Apertur von Bedeutung, bei normaler Aufnahme jedoch nicht mit weniger als einer Apertur. Der Hauptunterschied zwischen der Panasonic Lumix DMC-GF2 und ihrem Vorgänger ist das drucksensitive Anzeigen. Dabei ist der Touch-Screen nichts anderes als eine gelungene Kameramodernisierung.

Mehr zum Thema