Fotoapparat

Vom Rollfilm zur Digital-Kamera: 130 Jahre Fotoapparat

Quer durch alle Altersgruppen fotografieren nahezu 100 % aller Deutschen, wenn auch nicht mit dem klassischen Fotoapparat. Sicher hat das Handy einen erheblichen Marktanteil, aber auch Digitalkameras erfreuen sich einer Verbreitung, von der die Hersteller zu Zeiten der chemischen Fotografie nicht zu träumen wagten. Kodak Nr. 1 Die Kodak Nr. 1 war zwar nicht die erste Handkamera, aber sie wurde ab 1888 erstmals in nennenswerter Stückzahl produziert und machte das Fotografieren auch für Amateure attraktiv.

Heute kaum vorstellbar: War der Film voll, musste der Fotograf die gesamte Kamera einschicken. Nach einem Monat (!) bekam er die Bilder und seine Kamera zurück. Die Bilder waren nicht vergrößert, hatten also dieselben Abmessungen wie das Filmmaterial. Immerhin wurde der Fotoapparat werksseitig schon mit einem neuen Film bestückt, das war im Preis enthalten.

Online in Sekunden ohne Folgekosten

Digitalkamera-Kaufberatung

Die Digitalisierung der Fotografie hat die Vorfreude – oder auch das bange Warten – auf die Bilder verdrängt. Das Ergebnis ist auf dem Bildschirm sofort sichtbar. Um Fotos oder Videos online zu teilen, braucht man nicht einmal unbedingt ein Smartphone oder Tablet. Viele Kameras erlauben den Aufbau einer WLAN-Verbindung und beherrschen sogar den direkten Upload auf beliebte Fotoplattformen und in soziale Netzwerke. Dass der Schutz eigener personenbezogener Daten oft auf der Strecke bleibt, stört in der jungen Generation in diesem Moment kaum jemanden. Ein wichtiger Grund für die hohe Akzeptanz und die flächendeckende Verbreitung der digitalen Fotografie dürfte die Kostenseite sein. Einfache Fotoapparate sind für weniger als 100 Euro zu haben, und sie verursachen nahezu keine Folgekosten. Das Aufladen der Akkus fällt in der Stromrechnung nur mit wenigen Cent ins Gewicht, und Speicherkarten halten locker tausende Schreib- und Lesevorgänge durch, bevor sich Aussetzer zeigen.

Fotoapparat
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Einfachste Digitalkameras bringen kaum Vorteile gegenüber der Smartphone-Kamera.

Eine Frage des Qualitätsanspruchs

Ob die Anschaffung eines Fotoapparats überhaupt lohnt, wenn bereits ein Smartphone vorhanden ist, hängt – neben der Qualität der Handy-Kamera – von der geplanten Nutzung der Bilder ab. Ein paar Schnappschüsse bei gutem Licht für den WhatsApp-Chat oder das Facebook-Profil lassen sich mit dem Smartgerät nicht nur in ausreichender Qualität erzeugen, sondern auch sehr einfach teilen. Selbst einfache Bildbearbeitung wie Verkleinern, Erzeugen von Bildausschnitten, Belichtungskorrekturen und dergleichen sind direkt per App möglich. Bei Drucken oder Belichtungen bis etwa Postkartengröße sind Qualitätsmängel der Aufnahme nur bei genauem Hinschauen sichtbar und deshalb nicht weiter störend. Wer mehr will, greift zu einer separaten Digitalkamera. Einfachste Modelle bringen kaum Vorteile gegenüber der Smartphone-Kamera. Planen Sie deshalb lieber etwas mehr Geld ein und achten Sie beim Kauf auf ein lichtstarkes Objektiv und manuelle Einstellmöglichkeiten. Eine Vollautomatik ist prima, wenn es schnell gehen muss, aber sie bremst Ihre Kreativität als Fotograf auch stark aus. Wechselobjektive an spiegellosen System- oder Spiegelreflexkameras erweitern Ihre Möglichkeiten. Außer der besseren Bildqualität kann auch die Robustheit ein Argument für die Kamera außerhalb des Smartphones sein. Mit einer Actioncam fangen Sie Szenen ein, denen Sie Ihr empfindliches Telefon sicher nicht aussetzen möchten.

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