Handykamera vs Kompaktkamera

Mobiltelefon-Kamera vs. Kompaktkamera

Der unbestreitbare Vorteil der Handykamera: Sie ist in fast jeder Situation sofort verfügbar und die Fotos können bequem und sofort versendet werden. Deshalb machen kompakte Kameras besser Fotos als Ihr Handy. Der Kompaktkamerawettbewerb kann Telefonate führen und im Netz blättern. Damit nicht genug: Die in Smartphones eingebauten Fotokameras liefern heute für viele Amateurfotografen eine genügende Bildaufnahme. Das Smartphone ist für die meisten von ihnen zur Fotokamera für alle Gelegenheiten geworden - auch im Ferien.

Oder noch mehr Feriengäste nutzen das sperrige Tablett (27 Prozent) als die digitale Kompaktkamera (26 Prozent).

Einer der Vorteile von Smart-Phones und Tablets: Snapshots können über Boten oder soziale Netzwerke ausgetauscht werden. Inwiefern können die Kompaktschnappschüsse mitkommen? Ausschlaggebend für diese Fragestellung ist vor allem der Claim des Fotografen: "Klassische Kompakt-Kameras zahlen sich für alle aus, die auf gute Bild-Qualität setzen ", so Moritz Wanke vom Fachmagazin "Chip Foto-Video".

Andererseits können die Probanden vor einem verschwommenen Bildhintergrund ausgenommen werden: Mit Smartphonekameras kann dies nur bei sehr engen Probanden oder artifiziell mit der Unterstützung von Programmen erreicht werden, sagt Wank. Zusammen mit Ricoh und Leica bietet dieser Anbieter auch noch größere Sensorik, wie sie üblicherweise in Spiegelreflex- oder Spezialkameras zu sehen ist.

Dabei kann die Qualität der Bilder den ambitionierten Photographen und sogar den Profi begeistern. Niklas Veltkamp von der Bitkom-Geschäftsführung ist ebenfalls der Meinung, dass sich der Kauf einer Kompaktkamera weiter auszahlen kann: "In Sachen Qualität der Bilder zeichnen sich einige dieser Geräte noch immer von Smart-Phones ab, zum Beispiel bei schlechten Lichtverhältnissen. Bei den Einstiegsmodellen hingegen schrumpft der Unterschied in der Qualität zwischen Kompaktkamera und Handy.

Nicht umsonst sind kleine Sensoren im 1/2,3-Zoll-Format (ca. 6 x 4 Millimeter) nicht nur in vielen billigeren Kompakt-Kameras, sondern auch in Mobiltelefonen zu finden. Ungeachtet des Preises haben kompakte Kameras jedoch einen großen Vorteil: ihren Zooms. "Die Smartphone-Kameras haben eine fixe Brenndauer und können daher nur Digitalzoom, was die Qualität des Bildes deutlich beeinträchtigt", sagt Wank.

Das Zenphone wird von Asus weiterhin mit optischer Zoomfunktion angeboten. Gängiger sind jedoch aufsteckbare Module oder Anbaugeräte, die bestimmte Smartphone-Modelle zu einem optimalen Bildzoom verleiten - zum Beispiel für Motorola-Geräte oder I-Phones. Bei einer Kompaktkamera hingegen kommt ein optischer Zoomsensor mit teilweise großen Objektivbrennweiten zum Einsatz. "So können auch die entferntesten Bilder fotografiert werden", erläutert er.

30-, 60- oder sogar 83-fach Zoom: Solche Objektivbrennweiten wirken auf den ersten Blick natürlich einladend. "Man sollte jedoch bedenken, dass die Qualität der Bilder mit zunehmender Vergrösserung abnimmt", mahnt der Fachmann. Nicht umsonst arbeitet der Profi oft mit einem 3- bis 4-fach Zoomen. Wenn eine Kompaktkamera einen großen Brennweitenbereich hat, sollte sie auch einen Stabilisator haben, so Moritz Wanke.

"Eine höhere Bildauflösung hat oft nur Nachteile", erläutert er.

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