Kompaktkamera 1 Zoll Sensor 2016

1-Zoll Kompaktkamera Sensor 2016

Die Digitalkamera mit einem 1-Zoll-Sensor verspricht starke Bildqualität in einem kompakten Format. 28.04.2016 15:50 Uhr von Moritz Wanke.

Kein edler Kompakter mit Typ 1 Zoll Sensor: Nikon kündigt DL Serie

Inzwischen hat Nikon eine Stellungnahme veröffentlicht, die die Vorstellung der Kamera absagt. Das hat Sony, Panasonic, Canon und Nikon wollten es einführen: Rechtzeitig zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens sagt der Produzent die Baureihe ab: "Es wurde jedoch beschlossen, den Verkauf der DL-Baureihe aufgrund von Bedenken hinsichtlich ihrer Rentabilität unter Berücksichtigung der gestiegenen Entwicklungskosten und des Rückgangs der zu erwartenden Umsätze aufgrund der Verlangsamung des Marktes einzustellen.

"Weil sie aufgrund des rückläufigen Kameramarkts nicht rentabel sein konnten, gibt Nikon seine DL-Pläne vollständig auf. Tatsächlich wollte der Produzent im Jahr 2016 die High-End-Kompaktgeräte auf den Markt bringen, schob dann aber die Einführung auf Zeit. Mit der Nikon DL-Serie richten wir uns an anspruchsvolle Photographen, die eine kleine All-in-One-Lösung als zweite Kamera für den mobilen Einsatz anstreben.

Die Nikon setzt dabei auf eigene SLR-Kameras und unterscheidet ihre Geräte von konventionellen Kompakt-Kameras unter dem Leitsatz "Don't call it Coolpix". Die ersten drei Objektive sollten mit schnellen Linsen eine Brennweite von 24 bis 85 Millimetern, 18 bis 50 Millimetern und 24 bis 500 Millimetern bebildern.

Die DL-Kameras sollten zudem eine Kehrtwendung sein, denn der Typ 1-Zoll-Sensor bei Nikon funktioniert bisher nur in den spiegelfreien System-Kameras der Nikon 1-Familie. Weitere Anbieter - allen voran Sony - bieten seit Jahren als Antwort auf den Rückgang im Kompaktbereich kompakte Modelle vom Typ 1-Zoll an. Sie sollen mit hochwertiger Ausrüstung und einem Preis von über 500 EUR den Rückgang bei den preisgünstigen Einstiegsmodellen auffangen.

Im Prinzip ist Nikon zum 100-jährigen Jubiläum nicht in Bestform: Die aktuellen Zahlen des Konzerns belegen, dass Nikon in den ersten drei Monaten des Jahres 2017 mit seinem grössten Geschäftsbereich "Imaging Products" noch über 300 Mill. Auffallend ist auch, dass der Produzent für das am Ende des Geschäftsjahres zum Stichtag endende Jahr 2017 einen Gesamtumsatz von nur 380 Mrd. JPY (3,2 Mrd. Euro) vorhersagt.

Für das laufende Jahr rechnet der Produzent mit einem Umsatz von 750 Mrd. JPY (6,2 Mrd. Euro). Auch die Absatzschwäche bei den Key-Mission-Action-Cams und die allgemeine Marktsituation macht der Produzent für die schwachen Werte im Bereich Bildverarbeitung verantwortlich. 2. Infolgedessen gab der Produzent Ende 2016 bekannt, dass er sich umziehen wird.

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