Nikon D610 Probleme

Probleme mit dem Nikon D610

Unterbelichtung sind mit dieser Kamera fast kein Problem mehr! Dies hat also nichts mit deinem Fokusproblem zu tun. Die Nikon D610 erreicht sechs Bilder pro Sekunde im Serienmodus. Full-HD-Videoaufnahmen sind für den D610 kein Problem.

Die Nikon D610 Review - die Neue löse das Staub- / Ölproblem der M600?

Heute präsentiert Nikon die neue "kleine" Vollformatkamera D610 - als Weiterentwicklung der DS600 - und viele sind erstaunt. Im Vergleich zum DS600 gibt es nicht viele Neuigkeiten. Ich hatte von Beginn an eine Hass-Liebe zum De600. Was mich an der DS600 störte, waren die sehr schmalen Autofokusfelder, die Probleme in Live View und im Fall sowie der Betrieb auf D7000-Ebene - nichts gegen die D7000 - aber ich erwartete damals schlicht mehr für das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nach einem halben Jahr kaufte ich mir einen weiteren 600er - vor unserer Afrikareise. Auch bei der Zeitrafferfotografie sind der Auto-Fokus oder die haptische Gestaltung der Fotokamera nicht wichtig. Alles in allem war ich sehr befriedigt über die geringe Lichtleistung des DS600 und die 24 MP waren eindeutig mehr Zeitverlust als die 36 MP des DS800.

Damit wäre die DS600 die fast ideale Zeitraffer-Kamera gewesen, wäre da nicht das Verunreinigungsproblem mit den Sensoren gewesen, das ich mangels langjähriger Erfahrung nicht einmal in meinen Rezensionen erwähnt hatte. Kurz nach dem Auftauchen des D600 waren die Diskussionsforen voller Berichte von verärgerten D600-Besitzern, die in ungewöhnlichem Maße Staub- und Ölspritzer auf dem Bildschirm oben links in der Ecke bemerkten.

Alle Berichte der D600-Besitzer zeigten dagegen, dass diese Probleme ganz echt waren und weit über die "normale" Sensorverunreinigung hinausgingen, die durch sporadische Reinigung erreicht werden kann.

Kinderkrankheiten oder chronische Probleme? Bei der Anschaffung meines zweiten Modells war das Modell mehr als ein halbes Jahr auf dem tschechischen Handelsmarkt und ich ging davon aus, dass die "Kinderkrankheit" nur ein Auftreten der ersten Exemplare sein würde, und Nikon hätte sie sicher gleich nach ihrer Bekanntmachung korrigiert. In den seltensten Fällen photographiere ich mit einer starken geschlossenen Öffnung (denn nur dann kann man die Sensorpunkte sehen), und wenn ich das bei Landschaftsaufnahmen tue, dann habe ich kein Probleme damit, ein oder zwei Staubflocken in Lichtraum auszurotten.

Ich putze meine Sensorik nie selbst, sondern überlasse es Nikon gelegentlich - aber nur in seltenen Fällen. Sowohl mit dem D800, dem D7100, dem D7000, dem DB oder dem DB und noch weniger mit dem DB oder dem DB und noch weniger mit dem DB oder dem DB hatte ich nie Probleme mit der Verunreinigung der Sensorik. Das, was mir der DS600 geliefert hat, war schlichtweg unter Tage.

Zurück in Deutschland habe ich sie gleich an den Dienst geschickt. Durch Kontakte zu Nikon-Insidern lernte ich, dass bereits ein neues Rollo im DS600 installiert wurde, dass aber dieser "Rollo der zweiten Generation" das ganze natürlich nicht beheben sollte. Der neue Shutter in meiner T600 hat nicht nur das Stumpf-/Ölproblem nicht gelöst, sondern die Rückfahrkamera kam auch mit einem komplett falsch ausgerichteten Auto-Fokus zurück.

Wiederum gingen wir zum Nikon-Dienst. Inzwischen wurde von einem Closure der dritten Generations gesprochen - jetzt sollte alles in Ordnung sein. Ich war sehr überrascht, als Nikon mir sagte, dass sie mir eine neue Fotokamera zuschicken würden. Ich beschwere mich sicher nicht darüber, besonders als Zeitraffer-Fotografin, denn der "alte" hatte bereits einige Veröffentlichungen auf ihrer Uhr.

Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass auch der Kamerawechsel die Devise ist. Bei diesem neuen Modell der Serie 600 wurde das aufgetretene Fehler endlich behoben. Inzwischen ist der Fühler bereits wieder "voll eingespritzt" - der DS600 wird nun wieder in Betrieb genommen. Ich hoffe, im Tausch gegen ein D610. Was ist also mit dem D610?

Gut - wenn ich in diesem Report nur auf die Differenzen zwischen D610 und DH600 eingegangen wäre, wäre die zweite Linie das Ende davon gewesen. Wer die Beweggründe von Nikon versteht, den D610 relativ schnell nach der Markteinführung des DS600 und ohne nennenswerte Weiterentwicklungen, wie sie es heute tun, auf den Weg zu bringen, muss nur den Hintergrund wissen - sonst wäre diese Richtlinie völlig unverständlich.

Verleugnung oder nicht - all die negativen Medien und unzufriedene D600-Besitzer brachten die Absatzzahlen und den Verkaufspreis des T600 in den Untergeschoss und den Missmut seiner Eigentümer. Nicht gerade die Vertuschungstaktik von Nikon und vielen Händlern hat dazu beigetragen, das Vertauen der Nutzer in den DS600 in irgendeiner Weise zurückzugewinnen.

Jetzt also die D610 - eine neue Fotokamera, bei der das Staub- und Ölproblem endlich behoben werden soll! Auf der einen Seite ist es natürlich gut - so dass ein potentieller Kunde heute zumindest weiss, dass er beim Kauf einer D610 eine Verschlusskamera der dritten Klasse bekommt, die dieses Phänomen nicht aufzeigt.

Auf der anderen Seit ist es immer noch riskant, einen T600 zu erwerben - der jetzt zu einem vernünftigen Preis erhältlich ist! Weil niemand weiss, welcher Shutter in welcher Fachkamera installiert ist! Es gibt sicher einige D600-Modelle auf dem Weltmarkt, auch von früheren Erzeugungen, die das nicht haben - andererseits kann ein potentieller Kunde nicht feststellen, ob eine der Kameras befallen ist, ohne selbst Probeaufnahmen zu machen.

Auch wenn der Kunde die Möglichkeit hatte, diese Probeaufnahmen zu machen, wer sagt, dass der Aufnehmer nicht nur gesäubert wurde und die Probleme nach ein paar hundert Versuchen wieder auftauchen? Über einen freien Tausch zu Spekulationen, wie Nikon es mit mir tat, denke ich, dass es ziemlich hoffnungslos ist.

Meiner Ansicht nach hätte sich Nikon und seinen Abnehmern all diesen Unfug sparen können, der letztlich zum vollen Nachteil der Abnehmer gewesen wäre, wenn sie das Problem von Anfang an offensiv aufgriffen. Anstatt die Probleme zu leugnen, wäre ein offenes Herangehen an die Kundschaft der viel besser geeignete Weg gewesen.

Zu diesem Zweck hätten sie die Probleme erkennen und den betreffenden Verbrauchern formell die Gelegenheit bieten sollen, sie zu beheben. Die Imageschäden und wahrscheinlich auch die finanziellen Schäden (auf beiden Seiten!) wären niedriger gewesen und die Kundschaft hätte das sicher zu würdigen wussten. Aber so sieht ein D600-Kunde heute zweimal so dumm aus.

Dagegen ist der Kurs für die D610 wieder auf die alte Höhe gestiegen, und neue Funktionen oder wenigstens die Beseitigung der bisherigen Mängel gibt es mit dieser Kanone auch nach mehr als einem Jahr nicht. Welche Neuerungen gibt es beim D610? Lediglich eine etwas größere Bildfrequenz von 6 statt 5,5 Einzelbildern pro Sek. und ein vermeintlich besserer Weißabgleich haben sich gegenüber dem DS600 neben dem Shutter des DS610 verändert (obwohl ich auch keine Probleme mit dem DS600 festgestellt habe).

Mit der D610 verbleibt die Nikon-Kamera mit dem besten Signal neben der D4 - das ist klar. Doch die D800 ist im hohen ISO-Bereich noch einen Schritt voraus und macht als Weltkamera mehr Freude - auch der Kostenunterschied zwischen der D610 und der D800 ist wieder viel kleiner geworden.

Die Staubproblematik mag nun mit der Historie des D610 liegen - aber sie wurde zu 100% auf dem Rücken der Kundschaft "ausgerottet". Ich kann nur vermuten, dass D600-Kunden, die noch immer von dem Phänomen befallen sind, sich von Nikon nicht abschütteln lassen! Schicken Sie Ihre Fotoapparate ein und bestehen Sie darauf, dass der Auslöser gewechselt wird!

Wenn Sie an den anderen Funktionen des D610 Interesse haben, empfehle ich Ihnen immer noch meine detaillierten Bewertungen des DS600, sie sind immer noch voll gültig. Wäre es richtig, hier an der "Reißleine" zu reißen und eine neue Fotokamera auf den Markt mitzubringen, oder hätte Nikon sich anders benehmen sollen?

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