Sigma Sd14 test

Prüfung Sigma Sd14

Wenn Sie den Auslöser der "Sigma SD14" ohne Fokussierung drücken, dauerte es 0,95 Sekunden, bis die Kamera das Bild in das Testfeld brachte. Prüfbericht: Sigma SD14 SLR-Kamera, Systemkamera Der Foveon-Sensor hingegen verwendet eine besondere Eigenart des Halbleiter-Basismaterials Silicium, um mit wachsender Wellenlängenlänge das Eindringen des Lichts in grössere Tiefen zu ermöglichen. Der wichtigste Nutzen des Foveon-Chips im APS-C-Format ist die Eliminierung von "Demosaicing" und seinen gefürchteten Nebenwirkungen wie Farb-Moirés auf Feinstrukturen sowie der unvermeidbare Verlust des Realwertes gegenüber der Nominalauflösung.

Letztere lassen sich zwar kaum präzise beziffern, lassen sich aber aus dem Verhältnis von Grünfiltern, die die Hälfe des Bayer-Mosaiks ausmachen und vor allem zur Schärfeninformation beisteuern, überschlägig schätzen. Die Foveon hat es noch nicht einmal vermocht, die Bildschirmauflösung ihres X3-Sensors über die 5 Megapixel-Marke anzuheben und behauptet daher, dass der 4,7-Megapixel-Sensor des SD14 so viel praktische Auflösungen bietet wie ein konventioneller Baustein mit 14 Megapixel.

Vergleiche man nun den voraussichtlichen Lösungsverlust eines konventionellen Drucksensors mit den 4,7 Mio. "echten" Pixeln des heutigen Röntgenchips, so könne Foveon maximal die Gleichwertigkeit herkömmlicher Druckchips mit 8 bis 10 Megapixel erreichen. Auffallend an der Fotokamera ist ihre extrem unscheinbare Ausstattungsmerkmale. Eine separate Zusatzleuchte gewährleistet die Nachtfokussierung, während ein ausklappbares Blitzlicht das Bild bereitstellt.

Andernfalls fehlt die SD14 Delikatesse des Wettbewerbs wie Live-View oder ein eingebauter Schüttelschutz durch einen beweglichen Aufnehmer. Nur wenige Sigma-Objektive mit integriertem optischen Abbildungsstabilisator gleichen letzteres aus. Wenn es um Stäube geht, hat sich Sigma etwas Besonderes ausgedacht und sichert die gesamte Spiegelbox mit einem Sieb kurz vor der Bajonetthöhe.

Die dort angesammelten Flusen- und Staubpartikel sind durch den großen Abstand zum Messfühler nahezu nicht sichtbar und können auch leicht und ohne Gefährdung für das Innere der Spiegelbox entfernt werden. Durch den Erwerb der SD14 wurde das Sigma-eigene Objektivsortiment wegen des Bajons gewählt, da noch kein anderer Linsenhersteller für die als Fremdobjektivhersteller aufgewachsenen Fotokameras der optischen Gruppe passende Artikel angeboten hat.

Sigma verwendet nun auch Ultraschall-Motoren zur Scharfeinstellung, die durch das Suffix HSM wiedererkennbar sind. Sigma Objektive sind im Handel erhältlich, aber paradoxerweise sind sie fast ausschliesslich mit Bajonettsteckern für Canon oder Nikon ausgestattet. Die Sigmas SD14 beweist, dass der Produzent nicht so lange im Markt ist wie Canon, Nikon und Co. und hat sich auch den Arbeitsaufwand für ein ansprechendes Erscheinungsbild erspart.

Der 2,5"-Monitor mit 150.000 Bildpunkten reproduziert auch Aufnahmen mit einer effektiven Bildauflösung von ca. 270 x 180 Bildpunkten etwas verschwommen, aber im Großen und Ganzen ausreichen. Obwohl die grundsätzliche Funktionsweise des SD14 rasch gelernt ist. Sigma stellt der Digitalkamera ein Wählrad für den Verschlussauslösemodus mit den Einstellungen für Einzelbild, Einzelbildfolge, zwei Timer-Einstellungen und Spiegelverriegelung sowie ein eigenes Rad zur Verfügung, um zwischen vollautomatischer Belichtung und Voreinstellung von Zeit, Blendenwert oder beides auszuwählen.

Die weiteren Einstellmöglichkeiten sind jedoch teilweise nur sehr mühsam möglich. Mit einem Tastendruck erscheint ein eigenes Untermenü mit den vier Einstellmöglichkeiten für Sensorempfindlichkeit, Bildgüte oder Bildkomprimierung, Bildauflösung und Weißabgleich, in dem die Wahl des betreffenden Schalters der zugehörigen Cursor-Taste überlassen ist. Übrigens erlaubt die Wahl der Bild-Qualität nicht die gleichzeitige Speicherung von Bildern im RAW- und JPEG-Format.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum Sigma dem Anwender solche Sachverhalte nicht durch weitere Eingaben im kargen Startmenü spart. Ein Anpassen der Operation an die persönlichen Präferenzen entfällt nahezu vollständig. Aufgrund der sehr handlichen Beschichtung mit Glitzerpartikeln sieht das Sigma-Objektiv 17-70mm/f2.8-4 mit dem getesteten Objektiv 5 Gleichstrom wertvoller aus als das Kamera-Kern. Die im Lieferumfang enthaltene, designtechnisch angepasste Streulichtblende bietet dem Streulichtgeber jedoch so wenig Seitenfreiheit, dass er kaum entfernt oder montiert werden kann.

Der Außenring ist drehbar für die manuelle Fokussierung und macht das Berühren zu einem unerfreulichen Erlebnis. Diese Ankopplung kann nur durch Ausschalten des Auto-Fokus abgebrochen werden. Es vergehen etwa zwei Sekunden, bis das SD14, ausgeschaltet oder im Standby-Modus geschlafen, bequem genug ist, um in den Betriebszustand zu gelangen, der Spontanaktionen im Wege steht.

Es dauert 30 Sekunden, um eine möglichst große Sequenz von sechs hochwertigen JPEG-Bildern zu übertragen, und acht Minuten, um ein einzelnes RAW-Bild auf das Speichermedium aufzuladen. Zum Glück kann die Messkamera während des Speicherprozesses noch betrieben werden und ist nach dem Speichern eines Bilds aus dem Speicher wieder aufnahmefähig.

Bei einer Häufigkeit von drei JPEG-Bildern pro Sek. wird Sportfotografie nur sporadisch empfohlen; im RAW-Modus macht die Fotokamera nur zwei Aufnahmen in der selben Zeit. Die von Sigma in den HSM-Objektiven verwendeten Ultraschallmotoren sollen rascher und vor allem geräuschärmer werden. Die Linse bietet ein besseres Ergebnis mit einer Abschattung, die nur bei der 17 Millimeter Weitwinkel-Brennweite auffällt.

Im Allgemeinen neigt die Fotokamera dazu, vorsichtig zu belichten und kräftige Farbtöne zu liefern, schwächt sich aber (wie so viele) im künstlichen Licht beim automatisierten Weissabgleich ab. Schränkt man sich auf die nominale Bildauflösung von 4,7 Megapixel ein, gelingt es dem SD14 bei Bildern ohne Farb-Moirés, die jedoch insbesondere in schwarzen Bildbereichen unter Schärfungsartefakten leidet (siehe auch die Auswertung im DCTau-Test, die über den untenstehenden Verweis gegen Gebühr heruntergeladen werden kann).

Oder JPEG-Bilder können auf 14 Mio. Pixel extrapoliert werden. Das Interpolationsverfahren von Sigma ermöglicht feinste Oberflächenstrukturen ohne nennenswerte Antialias-Effekte, aber auch ungewollte Farb-Artefakte, die der Foveon-Sensor verhindern sollte. Durch die Extrapolation von RAW-Bildern in Photoshop können zwar verbesserte Resultate ohne Farb-Moirés erzielt werden, aber auch diese Technik bietet keine weiteren Informationen.

Übertrieben ist die Aussage, dass die Lösung in der Realität der eines 14 Megapixel Bayer-Chips entsprechen und damit eine Canon 6D gar überschreiten würde. Auch ein Abgleich mit gängigen 10 Megapixel-Kameras wie der E-510 ist mit der Sigma SD14 nicht möglich; vom zugesagten Wert 3 bleiben höchstens 2 übrig.

Dies ist besonders wichtig für RAW-Aufnahmen, die mit Sigmas grundlegender Software zur Konvertierung von Photos Pro aufgenommen wurden, da der Adobe Camera RAW Converter hier nicht so gute Dienste erweist. Es ist nicht ohne Grund, dass Sigma eine höhere Empfindlichkeit als ISO 800 im Normalmodus nicht zulässt, denn mit der Erweiterung ISO I. 600 gibt es bereits ein sichtbares, farbenfrohes Meer von Pixeln über dem Bildfeld.

Zusammenfassung Wenn man Sigmas vollmundiges Megapixel-Versprechen außer Acht lässt, ist die SD14 nach wie vor eine moderat ausgerüstete und preisgünstige Videokamera mit erheblichen Schwachstellen in Betrieb und Schnelligkeit. Der Foveon X3-Sensor kann nur mit einer veralteten Bildauflösung von weniger als 5 Megapixel abgespielt werden, aber vor allem im RAW-Format, das sich durch einen völligen Mangel an Farbfehlern, kräftige Farbwiedergabe und geringes Rauschen auszeichnet, liefern makellose Aufnahmen.

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