Analoge Fotografie

Die analoge Fotografie

Auf dieser Website finden Sie einen Informationspool zur analogen Fotografie. Es bietet Tipps und Informationen zur Fotografie mit Film. Es gibt ganz unterschiedliche Meinungen und Diskussionen über die analoge Fotografie im digitalen Zeitalter. Die Digitalisierung der Fotografie, die von einer technischen Revolution begleitet wurde, war bis dahin analog.

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Analoge Fotografie oder analoge Fotografie (äquivalent zur digitalen Fotografie) ist ein Sammelbegriff aus der Fototechnologie und bezieht sich auf die Fotografie mit einer analogen Kamera oder einem optischen Gerät auf Fotofilm, auf Fotoplatten oder bei edlen Druckverfahren unmittelbar auf beschichtetes und gestrichenes Fotopapier, aber auch auf Instant-Bildmaterial. Die analoge Fotografie entstand zu Anfang des 20. Jh., um sie von den neuen photographischen Methoden der digitalen Fotografie zu unterscheiden.

1 ] Früher hieß der vorherige Prozess Fotografie. Die Beschreibung des Verfahrens als analoge Vorgehensweise ist geschichtlich gesehen nicht korrekt und ergibt sich aus einem Mißverständnis. Mit der Mavica hat Sony 1981 den Prototypen eines SVC entwickelt, mit dem man noch analoge Aufnahmen auf einer Floppy-Disk in der Digitalkamera ablegen kann.

Schließlich konnten die Bilddateien der Kameras bereits innerhalb von wenigen Augenblicken über ein Telefonmodem an die Bildredaktion übermittelt und dort ausgedruckt werden. Kodak stellte erst 1990 das erste volldigitale Kameramodell vor, bei dem die analogen Bildinformationen des CCD-Sensors (später auch CMOS-Sensor) unmittelbar einem Analog-Digital-Wandler zugeleitet, in Digitalform abgespeichert und dann mit EBV weiterbearbeitet werden konnten (Drehen, Spiegelbild, Skalierung, Verfremden etc.).

Mit der Kodak DCS (ab 1991 Kodak DCS-100) steht eine Digitalkamera für professionelle Fotografen zur Verfügung, die auf einer Spiegelreflexkamera vom Typ F3 von Kodak aufbaut. Allerdings war die Digitalspeichereinheit noch nicht in der Kammer verwirklicht und war in einem eigenen Baustein untergebracht, der auf der Schultern aufgesetzt wurde. Bis heute ist der Ausdruck beibehalten worden und bezieht sich nun fälschlicherweise nicht mehr auf die Fotografie mit Analog-Speichertechnologie in den ersten Digitalkameras, sondern nur noch auf die Technologie der filmischen Fotografie.

In diesem Fall werden jedoch keine digitalen oder analogen Daten "gespeichert", sondern chemisch-physikalische Fixierungen. Ein Foto kann weder analoge noch digitale sein. Nur die Bildinformationen können mittels physikalisch, analoger Messsignale (Densitometrie, Spektroskopie) selektiv ermittelt und ggf. anschließend weiterverarbeitet werden. Die Bildinformationen sind nach der Filmbelichtung zunächst nur verborgen.

Diese Informationen werden nicht in der analogen Kamera abgespeichert, sondern nur während der Filmentwicklung durch chemische Reaktionen in einer dreidimensional geformten Gelatine-Schicht (Film hat mehrere übereinanderliegende Sensibilisierungsschichten). Auf dem Original-Aufzeichnungsträger (positiv oder negativ) stehen die Bildinformationen dann sofort zur Verfügung. Es ist als Foto (Unikat) in Gestalt von entstandenen Halogeniden oder Farbkupplungen ersichtlich.

Bei Bedarf kann aus solchen Fotos in einem zweiten Schritt im Photolabor ein Bild auf Papier erstellt werden, oder dies kann nun auch durch Scannen und Drucken geschehen. Die Analogsignale des Kamerasensors werden in einem zweiten Schritt in digitaler Form erfasst und können somit digital interpretiert und weiterverarbeitet werden.

Digitalbildspeicherung mit einem Analog-Digital-Wandler nach dem Lesen vom Sensorchip der Analogkamera funktioniert (vereinfacht) mit einer zweidimensionalen Digitalinterpretation der Analogbildinformationen und generiert eine beliebige Anzahl digitaler Absolutwerte, die nahezu ohne Verlust kopiert werden können. Die Daten werden sofort nach der Aufzeichnung auf einer Speicherkarte in der Kammer gespeichert.

Mit einer geeigneten Bildverarbeitungssoftware können diese Daten dann gelesen, weiterverarbeitet und auf einem Bildschirm oder Printer als sichtbares Foto wiedergegeben werden. Ein Foto wird als gut, spannend oder eindrucksvoll wahrgenommen, aber nie in digitaler oder analoger Form. Das Aufnahmeverfahren ist für den Zuschauer kaum noch von Bedeutung, da der Gegensatz zu kleinen Formaten nicht mehr auffällt.

Die Bildwirkung beim Anschauen einer Fotografie wird wesentlich durch die kulturellen und physiologischen Gegebenheiten und nicht durch die eingesetzte Speichertechnologie mitbestimmt. Das handwerkliche Herstellen einer traditionellen Fotografie repräsentiert eine Kulturleistung; ein Kunsthandwerk, das direkt mit einer Serie von traditionellen und proprietären Prozessen, Kenntnissen und Fähigkeiten im Labor, Werkstatt oder Photolabor verbunden ist, ohne die das Foto im Endeffekt nicht realisiert werden kann.

Mit diesem Handwerk entsteht jedes Mal ein neuer, unverwechselbarer Klassiker. In der Fotografie steht die kognitive Bildinformation jedem Bildbetrachter direkt zur Verfügung. Ein Foto, das ungeachtet des Situationszusammenhangs gefunden wird, zeigt auf Anhieb, dass es sich um ein Foto handelte. Sie halten das Dia / Negativ gegen das Kerzenschein und erkennen: Ein Foto!

Dadurch wird der Zugriff auf das photographische Abbild auch auf strukturschwache Kulturkreise erst möglich. Für eine auf einer DVD (oder einer alten Speicherform) abgespeicherte Image-Information ist für die Grundinterpretation mindestens eine kompatible digitale Dekodierstruktur erforderlich, die mindestens für das Auslesen des Datenträgers als Hardwarespeicher zur Verfügung stehen muss. Durch die Nutzung von Digitalnetzen ist die Verfügbarkeit fotografischer Bildinformationen in der ganzen Welt deutlich zunimmt.

Heute ( "2014") gibt es nur noch wenige Anbieter auf der Welt, die analoge Fotoapparate herstellen; der Marktanteil hat sich mittlerweile auf einem sehr niedrigen Stand eingependelt. Allerdings haben einige Laien und Freizeitfotografen noch nie den Weg zur digitalen Kamera eingeschlagen und nutzen die analoge Fotografie wie immer. Bei einigen Profifotografen und "Fine Art"-Künstlern sowie beim Gebrauch von Großbildkameras erfreut sich die Fotografie mit analogen Fotoapparaten bis hin zur klassizistischen Bearbeitung der Aufnahmen im Photolabor durchaus einer Existenz.

Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet der analogen Fotografie ist die Profi-Sofortbildung. Manche Photographen verwenden auch analoge Sofortbilder, um sowohl ein einzigartiges Bild als auch einen ungewöhnlichen und besonderen Bildeffekt zu erreichen. Nur wenige Jahre nach ihrem angeblichen Ende erlebt die analoge Fotografie eine Wiedergeburt. So genannte Fine Art Prints erscheinen zunehmend in großformatigen Fotoausstellungen.

Anfang der 2010er Jahre[7] hat sich der Wunsch entwickelt, bestehende analoge Kameras wieder beruflich für die Aufzeichnung auf Film zu nutzen. Dabei werden die entstandenen Bilder nicht mehr in der Fotolaboratorien vergrössert, sondern für die weitere digitale Bearbeitung eingelesen. Dieses Verfahren der Hybrid-Fotografie ist ein Teil der analogen Fotografie.

Es vereint die Vorzüge beider Verfahren, der digitalen und der analogen. Durch die rasche und bequeme Aufbewahrungsmöglichkeit und die elektronischen Bearbeitungen sowie die Fähigkeit, ein unverkennbares Unikat in den eigenen vier Wänden zu haben und die hochauflösende und unregelmässige Anordnung des Materials zu verwenden. Mittlerweile gibt es auch Produzenten für neue Fotoapparate in diesem Nischenmarkt.

Und Udo Berns: Fotografie und Fotolabor. Die MIT Press, 1994 (Englisch, Der Begriff'analoge Fotografie' wird zum ersten Mal verwendet). Claudia Kindermann: Photographieren für Fortgeschrittene Fransis Verlags, 2008, ISBN 978-3-7723-6777-9 Michael Fried: Warum Fotografie so wichtig ist wie nie zuvor. Von der Bedeutung der Fotografie. Beitrag im CP vom 02.09.2001 - Der Ausdruck analoge Fotografie erscheint zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum.

Hochsprung ? Harvey W. Yurow: Wohin mit der analogen Fotografie? Highspringen, ? Beitrag vom Jänner 1987 in der Fachzeitschrift'aktuell fotografi' (Schwedisch). Hochsprung ? Alex Timmermans: Collodion Fotografie.

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