Fuji Xt2 low Light

Xt2 Low Light Fuji Xt2 Low Light

Möchten Sie SoFORT noch mehr kreative Portraits mit verfügbarem Licht aufnehmen und effektiver bearbeiten? ISO-Prüfung Fuji X Wann immer eine neue Videokamera auftaucht, ist das Geräuschverhalten ein aktuelles Phänomen, insbesondere wenn es sich um eine Videokamera des höheren Segmentes auftritt. Die Rauschunterdrückung des Fuji X-T1 war bereits sensationell gut - etwa auf dem gleichen Level wie beim Canon 5D MK3 - aber mit einer wesentlich niedrigeren Lösung von 16 MP.

Der Fuji XT-2 verfügt nun über eine 50% bessere Bildauflösung als das Vorgängermodell und damit noch etwas mehr als der 5dK3 - die 24MP-Auflösung ist heute in vielen Models zu finden, ob im Vollformat oder im APS-C-Segment - in der Anwendung hat sich diese Lösung als sehr nützlich erwies - zum einen stehen genügend Bildpunkte zur Verfuegung, um einen Bildschirmausschnitt einmal zu machen und zum anderen explodiert die Datenmenge nicht zu stark - die Baugaess von der Baugrösse ist auch fuer das Bildverarbeitungs- oder Retuschieren sehr empfehlenswert.

Die Bildpunkte eines APS-C-Sensors sind jedoch kaum halb so groß wie die eines Vollformat-Sensors - eine Tatsache, die aufgrund der höheren Bildpunktdichte natürlich ein höheres Rauschen suggeriert - jedenfalls wenn Sie in einen höheren ISO-Bereich wechseln. Würde es der Fuji X-T2 nun mit einer um 50% höheren Auflösungsrate gelingen, nicht mehr Störgeräusche als die X-T1 zu erzeugen, dann würde die Messkamera lose auf dem Stand des noch aktuell laufenden Canon 4D MK3 und damit auf Vollbildniveau im Hinblick auf das Störverhalten liegen.

In meinem Testbericht habe ich dieses Mal das Vorgängermodell X-T1 und die Canon EOS M3 zum Vergleichen herangezogen - die EOS M3, weil sie den neuesten APS-C-Sensor von Canon mit genau der gleichen Auflösungsrate wie die X-T2 verwendet - übrigens wird derselbe auch von der Canon EOS 750D und der kürzlich freigegebenen EOS 80D verwendet - für mich war es spannend, wie die derzeitigen Canon Modelle zu den Fuji mit APS-C-Sensor stehen.

In den ersten drei Bildern dieses Versuchs werden JPGs mit 1600 ISO gemacht - von links nach rechts Canon EOS M3, Fuji X-T1 und Fuji X-T2 - sehr gut zu erkennen ist, dass sich die Fuji-Farben sehr stark vom Canon unterscheiden - dies ist nicht nur auf den Weißabgleich zurückzuführen, wie ich dann bei den RAW's feststellte - der X-Trans-Farbfilter des Fuji sorgt für ein etwas besser harmonisierendes Klangbild.

Die Canon hat ein etwas stärkeres Geräusch als die Mujis, aber das ist nicht wirklich beunruhigend - was aber sehr gut zu erkennen ist, die Fuji's haben etwas mehr Licht als die Canon, d.h. der Dynamikumfang im Hellbereich ist etwas besser mit den Fuji's mit den JPG's.

Bei den folgenden drei Bildern handelt es sich um Details aus den RAW's - aufgenommen mit 1600 ISO - von links nach rechts Canon EOS M3, Fuji X-T1 und Fuji X-T2 - es fällt auf, dass die Canon RAW's ungewöhnlich kontrastreich und schärfer aussehen - die Fuji RAW's sind in der Skizze viel weicher und haben ein feineres Bildrauschen, das im Kontrast dazu bei Canon ohne Kamera-interne JPG-Bearbeitung viel ruppiger ausfällt.

Mit diesen beiden RAW-Ausschnitten der Canon EOS M3 und des neuen Fuji X-T2 habe ich mir angeschaut, wie das RAW entwickelt werden könnte - die Klangfarben des Fuji sind auch bei den Rohdaten klar unterschiedlich - mit Canon und auch mit Fuji kann man nicht den selben Farbschema bekommen - was beim Editieren sofort spürbar ist: Die Canon RAW-Dateien sind bereits viel offensiver verarbeitet oder

das Bild - die Klarheitskontrolle in Lightroom wurde mit Fuji um +12 erhöht, während es mit Canon bei 0 geblieben ist - trotzdem sieht das Canon-Bild schärfer aus, aber für mein Gefühl ein Tick zu viel - die Fuji-Bilder sind viel naturbelassener und erscheinen ein wenig stimmiger. Das RAW's des Fuji haben eine etwas feinere Darstellung und können einfacher bearbeitet werden - wie das JPG's haben auch die RAW's des Fuji mehr Zeichnungen - so können Sie auch im RAW mehr aus den Lichtverhältnissen herausholen.

Der im JPG aufgenommene 3200 ISO-Vergleich - von links nach rechts Canon EOS M3, Fuji X-T1 und Fuji X-T2 - was auffällig ist, der Fuji X-T1 ist verhältnismäßig schwierig, sich auf die Ohren im Vordergund zu konzentrieren - ich muss immer wieder scharfe stellen, bis der Auto-Fokus schließlich eintrifft - der Kanon hat weniger Probleme - er fokussiert nicht sehr schnell,

mit dem nun niedrigen Fremdlicht und den Feinstrukturen, aber es gelingen ihm wenigstens ohne Pumpleistungen und ohne Fehlfokussierung - der X-T2 hat überhaupt keine Schwierigkeiten, der Auto-Fokus schärft sich rasch und präzise - eine signifikante Steigerung gegenüber dem Auto-Fokus des X-T1. Alle nachfolgenden Aufnahmen sind mit der Fuji X-T2 als JPG gemacht - sie wurden bei einem Abendspaziergang durch Graz gemacht - ISO-Werte von 3200 - 12800 wurden eingesetzt - die Aufnahmen belegen recht beeindruckend, dass die 3200 ISO-Kamera mit sehr guter Fotoqualität eingesetzt werden kann - auch Aufnahmen mit 6400 ISO sind für die meisten Verwendungszwecke noch gut.

Dann sinkt die Abbildungsqualität schnell - bei 12800 ISO gehen bereits viele Einzelheiten unter und das Bildrauschen wird klar ersichtlich. Es ist Fuji gelungen, die Bildauflösung des X-T2 gegenüber dem X-T1 signifikant zu erhöhen, mit mindestens gleichem guten Bildrauschverhalten in der 100%-Ansicht bei hohen ISO-Werten - im realen Foto-Alltag ist das gleiche Bildrauschverhalten in der 100%-Ansicht gleichbedeutend mit einem bei gleicher Größe oder bei Bildschirmsicht - dies resultiert aus der hohen Auflösungsvermögen - wie gut die hohe ISO-Leistung eigentlich ist, lässt sich im Direktvergleich mit dem jetzigen Canon Sensor mit gleicher Auflösungswerte sehr gut erkennen.

Der Canon kann mit dem Fuji XT-2 oder dem Nachfolgemodell X-T1 von 1600 ISO nicht mithalten. Darüber hinaus scheinen die Canon RAW's überhöht und zu kontrastreich zu sein, was den Verarbeitungsumfang erheblich begrenzt. Auch der im Testverfahren sehr deutliche bessere Auto-Fokus des X-T2 im Gegensatz zum X-T1 - bei schlechten Lichtverhältnissen hatte der Auto-Fokus des X-T1, besonders im nahen Bereich und mit Feinstrukturen, Mühe, sein Zielpublikum immer wieder zu erreichen - die gleichen Probanden wurden durch den Auto-Fokus des X-T2 leicht fokussiert, zeitnah und ohne störendes Umlegen.

Diejenigen, die mit 16MP auskommen, können auf die bessere Bedienung durch Joy-Stick, einen deutlich besseren Auto-Fokus und die viel schnellere X-T2 in allen Belangen verzichtet werden, finden mit der X-T1 immer noch eine X-T1 vor allem in den Belangen von Bildqualität und Geräuschverhalten nicht zurückschrecken müssen - aber die X-T2 ist eine Verfolgerkamera, die sich in ihrer Grundkonzeption als universelle Fotoapparatur auch an den Profifotografen wendet - ich habe meine Canon EOS mit der FujiX-T2 selbst ausgetauscht - die Bildkompatibilität ist lose auf dem gleichen Level,

Auch die Schnelligkeit von Auto-Fokus und Bildbearbeitung, die serielle Bildgeschwindigkeit vor allem mit dem Akkugriff weit oben, der Steuerknüppel ermöglicht nun auch sehr schnelle Arbeitsabläufe, vor allem wenn man den Fokuspunkt oft verlagern muss und die Aufnahmekamera jetzt auch zwei Speicherkartensteckplätze hat - alles, was auf der X-T1 gefehlt hat, damit ich die Aufnahmekamera ohne Einschränkung für den professionellen Einsatz einsetzen kann, ist jetzt verfügbar und ich trage nur noch die Hälfte des Gewichts mit mir herum, wenn ich vor Ort arbeite.

Weiterführende Informationen zu Fuji X-T1 und X-T2: Natürlich können Sie diesen Report auch weitergeben.

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