Lumix G1

Die Lumix G1

Mixtur aus Panasonic Lumix DMC-G1 SLR und Kompaktkamera: innovative Wechselobjektivkamera. Lumix Panasonic DMC-G1 (Digitalkamera) Bericht Mit der G1 hat die Firma erstmals eine neue Digitalkamera im neuen Standard Mikro Four Thirds vorgestellt, die den Funktionsumfang einer DSLR mit kompakter Kameratechnik verbindet. Das neue Gerät bietet jedoch keine höhere Abbildungsqualität als konventionelle DSLR. Mit der G1 haben wir die erste auf dem neuen Standard der Firma Olympic und der Firma Pansonic basierende Digitalkamera vorgestellt.

Es basiert auf dem vorhandenen Four-Thirds-System der olympischen Digitalkameras E-420 und E-520 - hier ist der Fühler etwas kleiner als das bei Canon oder Nikon verwendete APS-C Format, aber immer noch mit beachtlichen 17,3 x 13 Millimetern. Micro Four Thirds verwendet auch diesen Aufnehmer, aber dieser neue Maßstab eliminiert die für Digital-SLR-Kameras charakteristischen Bestandteile, den Schwenkspiegel und das zugehörige Optiksucher-System mit Dachkantprisma.

Statt dessen wird das Objekt wie bei einer herkömmlichen kompakten Kleinbildkamera nur auf dem Monitor der Kameras oder über einen elektrischen Bildsucher dargestellt. Die G1 funktioniert wie eine DSLR mit austauschbaren Objektiven. Dabei werden die Panasonic-Elemente einer DSLR mit denen einer Digitalkamera kombiniert. Aufgrund des Wegfalls der Spiegeleinrichtung und der geringeren Flanschbrennweite ist die Digitalkamera außerdem wesentlich kleiner und handlicher; dank des geringeren Bayonettanschlusses gilt dies auch für die Wechsellinsen des Mikro Four Thirds Standards.

Obwohl die G1 erfreulich klein ist, sind einige konventionelle Spiegelreflexkameras, wie die Digitalkamera G160, nicht gross. Der Gewichtsvorteil für den Körper liegt bei ca. 200 g weniger und für die Linse bei ca. 80 g weniger. Diese sieht auch viel kleiner aus als konventionelle Wechsellinsen.

Die Panasonic rüstet alle unsere Geräte mit einem automatischen Stabilisator aus; hier wird sie in das mitgelieferte Objektiv LUMIX G VARIO 14-45mm/F3,5-5 eingesetzt. 6 ASPH / O.I.S. (entspricht 28 bis 90 mm 35mm Brennweite) und verhindert wirkungsvoll unscharfe Bilder. Auch in diesem Mode verfügt die Digitalkamera über einige wichtige Funktionen: Das Vierwege-Bedienfeld ermöglicht eine schnelle und einfache Verschiebung des Fokusfeldes nach Drücken der Fn-Taste, eine Tiefenschärfevorschau und, bei beweglichen Objekten, eine Voransicht der Verschlusszeit.

Eine weitere großartige Funktion ist die AF-Nachführung, bei der der Autofokus sogar beim Bewegen der Kameras auf das Ziel gerichtet wird. Die G1 besitzt auch das vergleichsweise große Hintergrundgeräusch mit der geringsten ISO-Empfindlichkeit - das ist beinahe das Doppelte der besten DSLR ihrer Klasse, der Canon EOS 1000D.

Noch einmal zum Vergleichen die Canon EOS 1000D: Der Geräuschpegel ist bei ISO 800 nur die Hälfte desjenigen des G1 von Panson. Die G1 erreicht dank ihrer sehr hochauflösenden und farbtreuen Bildqualität die Bewertung "gut", ist aber deutlich rauschärmer als die meisten konventionellen DSLR. Das macht die Bilddarstellung makellos - aber viele konventionelle Spiegelreflexkameras auch.

Am schwierigsten zu realisieren ist für den Standard Mikro Four Thirds der Elektronensucher: Während die DSLR über ihr Spiegelungssystem ein sehr scharfes Bild der Realität liefert, sind die in kompakten Kameras eingebauten Elektronensucher in der Regel zu verpixelt, verschwommen und dunkelt. Aus diesem Grund hat die G1 hier eine Weiterentwicklung aus dem Bereich der Profikameras erhalten.

Die LCOS-Technologie (Liquid Crystal on Silicon) mit LED Beleuchtung erzeugt das Motiv im Bildsucher durch eine Kombination aus rotem, grünem und blauem Rahmen, die nacheinander mit 60 Bildern pro Sek. angezeigt werden. Der Gesamtauflösungsfaktor beträgt 1,44 Megapixel und der Vergrösserungsfaktor 1,4. In der praktischen Anwendung wirkt das Sucherbildformat wunderschön gross und heller - besser als eine Einsteiger-DSLR von NICO.

Im Großen und Ganzen ist das Suchersytem der Vorserie G1 einer kompakten Kamera deutlich voraus, aber nicht ganz auf dem Stand einer gut funktionierenden DSR. Nachteilig an der Technik mit dem elektronischen Bildsucher und Live View ist der recht große Energieverbrauch - die Labormessungen zeigen, dass die Batterie des G1 nur die Hälfte so lange hält wie bei ähnlichen Spiegelreflexkameras.

Ein Schwachpunkt der Spiegelreflexkamera ist das Bildrauschen von ISO 400 - hier sind nahezu alle gängigen Spiegelreflexkameras besser. Das G1's elektronischer Bildsucher arbeitet gut, ist aber nicht ganz so scharfsinnig wie eine normale DSLR. Bedauerlicherweise hat Panasonic dem G1 keinen Video-Modus gegeben - die Einbindung einer solchen Funktionalität wäre aufgrund des Designs leichter gewesen als bei einer konventionellen DSLR.

Nach Angaben von Panel Systems wird jedoch eine Variante des G1 mit Filmfunktion im Jahr 2009 erscheinen. Mit dem LUMIX G VARIO Objektive können Sie das G1 (ohne Videomodus) für 14-45mm/F3,5-5. 6 ASPH./O in einem Set erwerben. Wer beispielsweise eine herkömmliche DSLR verwendet, erhält die Canon EOS 1000D im Bausatz mit dem bild-stabilisierten Canon EF-S 18-55 Millimeter IS-Objektiv für rund 380 Cent - in der Preisklasse bis 1000 Cent ist die EOS günstiger und besonders rauscharm.

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