Sony Rx100 vi

Rx100 vi von Sony

Der RX100 VI wurde auf Qualität geprüft. In punkto Bildauflösung setzt der RX100 VI einen neuen Rekordwert für den 20-Megapixel1" Bildsensor: In einem Weitwinkelbereich können maximal 66 Zeilenpaare pro mm (lp/mm) in 35 mm Äquivalent erreicht werden, jedoch nur in der Bildmitte. Gegenüber der Bildkante nimmt die Bildauflösung stark ab und fällt bei geöffneter Blende auf gut 30 lp/mm.

Bei der Ausblendung nimmt die Bildschirmauflösung in der Bildmitte durch Beugung ab, erhöht sich aber auf gut 33 lp/mm am Rand des Bildes bis zu F4. Erst ab F5.6 nimmt die Bildschirmauflösung deutlich ab, weiter als F8 sollte man nach Möglichkeit nicht ausblenden (siehe Abbildung aus dem Laborversuch unten). Das RX100 VI erzielt die größte Kantenauflösung bei einer durchschnittlichen Objektivbrennweite von etwa 70 Millimeter (35mm Äquivalent), es erzielt bereits über 40 lp/mm bei einer offenen Blende, die jedoch nur F4 ist.

In der Bildmitte genügt es für etwas weniger als 50 lp/mm - ein guter Gegenwert. Wenn Sie weiter zoomen, verringert sich die Bildauflösung sowohl in der Bildmitte als auch am Rand des Bildes. Maximal sind nicht mehr als 40 bis 31 lp/mm möglich. Im Teleskopbetrieb erhält man die niedrigste Bildauflösung, die aber für viele Anwendungen noch ausreicht.

Die RX100 VI gleicht den Mangel an Lichtintensität bei guter Abbildungsqualität bis in den höheren ISO-Bereich etwas aus, sofern sie nicht mit schnelleren Fotoapparaten der gleichen Größe verglichen wird. Das Signal-Rausch-Verhältnis liegt im Messbereich von über 40 dB bis ISO 200 und unterschreitet nur den kritischen Wert von 35 dB über ISO 1600.

Über den ganzen Sensitivitätsbereich bis ISO 1800 ist das Bildgeräusch verblüffend klein körnig, was zu einem optisch ansprechenden Bild mit natürlichen Störungen beiträgt. Rauschreduzierung ist ab ISO 800 besonders effektiv und verringert die Bilddetails deutlich. Sie liegt bei ISO 125 bei etwas mehr als elf Blenden, bei ISO 1600 bei etwas weniger als zehn Blenden.

Wird die Sensitivität weiter gesteigert, nimmt die Dynamik des Eingangs mehr ab als bei geringeren Auflösungen. In der ISO-Nr. 200 gibt es nur neun Blenden, in der ISO-Nr. 6. 400 nur acht. So kann man also behaupten, dass die Bildverarbeitung so viel wie notwendig, aber so wenig wie möglich eingreift, was auch in der Realität einen positiven subjektiven Eindruck vermittelt.

Sony unterscheidet sich jedoch bei der Farbvorbereitung geringfügig vom obigen Prinzip. Sony hätte hier gern etwas mehr zurückgenommen. Der RX100 VI hat bei ISO 125 über acht Mio. Farbtöne, bei ISO 400 über vier Mio. und sogar bei ISO 3200 noch zwei Mio., was immer noch ein vollkommen ausreicht.

Die anfängliche Tonwertkurve nimmt verhältnismäßig geradlinig ab und beginnt bei nahezu idealen Noten. Bei ISO 200 gibt es über 224 von 256 Helligkeitsstufen, bei ISO 400 bleiben die Werte mit über 192 und bei ISO 1600 sind es noch gut unter 160 Helligkeitsstufen. Der RX100 VI betrügt beim Autofocusing ein wenig, weil der Pre-AF standardmäßig aktiviert ist, was die Leistung erhöht, aber auch praktikabel ist, da das Live-Bild immer gestochen scharfe Bilder zeigt.

Je nach eingestellter Objektivbrennweite inklusive Scharfstellung von unbegrenzt bis zwei Metern braucht der Sony ca. 0,25 bis 0,32 s. Die Sony DSC-RX100 VI bietet eine gute bis sehr gute Abbildungsqualität mit geringen Schwachstellen bei Kantenauflösung, Farbsaum und Farbtreue, die sich perfekt an die gute Abbildungsqualität der 1"-Kameras von Sony anpassen.