Canon Eos 1100d

Kanon Eos 1100d

Prüfung der Canon EOS 1100D (DSLR bis 1.000 Euro) Canon EOS 1100D ist da: Canon hat mehr als zwei Jahre für eine neue Einstiegs-DSLR gebraucht. Auch die lange Entwicklungsdauer der EOS 1100D spiegelt sich bestenfalls in der sehr hohen Abbildungsqualität im Versuch wider. Wir haben diesen Prüfbericht im April 2018 mit den neuesten Bestenlistendaten erneut veröffentlicht: Canon DSLRs für Einsteiger sind sehr beliebt: Allein unser EOS 1000D hat bisher eine Millionen Besucher angezogen, und Canons kleinster SLR ist auch im Vergleich zum Preis ein Evergreen.

Jetzt galt es für den Produzenten, den 1000D-Nachfolger mit ansprechenden Innovationen auszustatten - aber ohne ihn funktionell den teueren Modellen EOS 550D bzw. EOS 1600D zu nahe zu bringen. Die vorsichtige funktionale Verbesserung wird von Canon gewählt. Canon hat auf die Sensorreinigung komplett verzichtet und das ist ein unbegreiflicher Umstand. Aber führen die Zuwächse zu verbesserten Bildern?

Die Prüfung zeigt: Klar ja, denn der 1100D steigert die Qualität gegenüber seinem Vorgänger merklich. Canon hat vor allem das Rauschen sichtbar und messtechnisch unterdrückt. Die 1100D ist in Sachen Rauschen den teueren EOS-Modellen ebenbürtig und ihrem unmittelbaren (höher auflösenden) Konkurrenten Nikon G3100 weit voraus - der invertierten Variante, da Nikon in der Regel mit dem verbesserten Geräuschverhalten punkten kann.

Durch den neuen Sensor steigt die Bildauflösung der EOS 1100D mäßig an. Die Messergebnisse belegen, dass Sie auch mit der Canon Einsteiger-SLR auf sehr gutem Niveau photographieren und sogar ISO 1.600 gut ausnutzen können. Canon, auf der anderen Seite, ist eng mit der Ausrüstung. Ein weiterer Mangel der Canon: Der Steckplatz für die Seiten-Speicherkarte ist nicht vorhanden, die SD-HC- oder XC-Karte befindet sich unten neben dem Batterie.

Natürlich kommt Canon nicht ohne Blitzgerät aus, aber seine relativ geringe Leistungsfähigkeit ist spürbar (gemessene Richtzahl 8). Canon hat das Bild vergrössert - allerdings nur auf 2,7 inch Bilddiagonale und mit Standardauflösung (230.000 Pixel). Canon erspart kaum die für die Fotografie wichtige Grundausstattung: Manuell ("M"), semi-manuell ("Av", "Tv", "P") und automatisch.

Erläuternde Texte geben Einsteigern Auskunft über die wichtigsten Funktionalitäten. Jedoch ist der weiterentwickelte Automatikmodus "Scene Intelligente Auto" für die teurere Variante 600 D reserviert. Canon verwendet jedoch keine Spotmessung - auch nicht in dieser Preiskategorie. Die EOS 1100D kann RAW-Bilder mit nur 1,2 pro Sekunde speichern, während JPEG drei weitere praktische Bilder pro Sekunde abspeichert. Die 1100D meistert auch Live-Ansicht und Videos.

Mit der EOS 1100D werden sehr gute, detaillierte und geräuscharme Aufnahmen gemacht. Gegenüber dem Vorgänger ist der Qualitätszuwachs bei einer hohen Empfindlichkeit bis ISO 1600 besonders auffällig. Canon hat alle für Anfänger wichtigen Funktionalitäten in die Digitalkamera eingepackt - und den Roten Bleistift trotzdem etwas zu aufdringlich gemacht.

Das sind die Einzelheiten, die den allgemeinen Auftritt in der Anwendung trüben: zum Beispiel das unliebsame Kameragehäuse, das etwas kleiner als das der Mitbewerber, der Videomodus, der nur in 720p filmt, die mangelnde Sensorreinigung oder die langsame Geschwindigkeit der RAW-Bildserie. Der Versuch erweckt den Anschein, dass Canon ganz bewußt einen bestimmten Weg zu den teuren EOS-Modellen gehen wollte.

Falls Sie eine Canon DSLR möchten, überlegen Sie sich das nächst größere Model. Bereits im Mittelfeld liegt die EOS 550D, die mit ihren verbesserten Features wie einem griffigerem Design, Full-HD-Video, einem hochwertigeren Autofokussystem und einem wesentlich besserem Bildschirm glänzt. Generell gute Abbildungsqualität und eine praktische Ausrüstung kennzeichnen diese Einstiegs-DSLR.

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