Rx100 vi

Bx100 vi

Sony stellte Anfang Juni 2018 die neueste Generation seiner erfolgreichen Kompaktkamera RX100 VI vor. Mit der neuen Sony Cyber-shot RX100 VI präsentiert Sony die neue Primus unter den edlen Kompaktkameras. Die ersten Testaufnahmen des Sony RX100 VI - die edlen Kompaktkameras

Mit der RX100 VI wird das sechste Model der High-End-Kompaktkamera-Serie vorgestellt. Neben dem großen Markterfolg seiner spiegelfreien Systeme setzt der Kamera-Hersteller Sony auch in Zukunft auf die sogenannten "edlen Kompaktmodelle". Das sind kleine und leicht zu handhabende Fotoapparate mit einem verhältnismäßig großen Sensor in der Ein-Zoll-Klasse (Sensorfläche 13,2 x 8,8 Millimeter) und einer reichen Optik und funktionsreichen Ausrüstung, die eine sehr gute Abbildungsqualität bereitstellen.

Die Sony RX100-Serie, die mit ausgefeilter Optik und Digitaltechnik demonstriert, was man heute auch mit einer Kamera im Hemdtaschenformat erreichen kann, läuft ganz vorne mit. Neu in dieser Reihe ist die "Sony Cyershot RX100 Mark VI" (oder kürzer: RX100 VI). Nach dem RX100V fragte Sony seine Kundschaft, was sie sehen wollte.

Von vielen Anwendern wurde ein stärkerer Teleobjektivbereich erwähnt, da diese Kameras bisher mit einem 24 bis 70 Millimeter großen Zoomobjektiv ausgestattet waren (kleines Bildäquivalent). Das hat den großen Vorzug: Mit diesem Glas war die Variante 5 der RX100-Serie mit 1:1,8 bis 1:2,8 Leuchtstärke besonders gut für die Aufnahme bei schlechten Lichtverhältnissen gerüstet.

Aber Sony hat den Drang nach mehr Zoomen gehört - und wie! Der neue RX100 VI verfügt über einen Fokussierbereich von 24 bis 200 Millimetern, so dass sich die Tele-Einstellung nahezu verdreifacht hat. In den Beispielbildern, die auch eine mit dem RX100 VI nachgebildete Einstellung von 70 Millimetern enthalten, wird die extreme Verstärkung im Tele-Bereich dargestellt.

Überraschend: Trotz des enormen Zoom-Gewinns ist die neue Digitalkamera kaum gewachsen. Das Maß der Vorderseite stimmt genau mit dem des Vorgängers überein, nur die Kameratiefe ist um einen mm "dicker" geworden. Das neue Objektiv verfügt über einen zusätzlichen Stabilisator, mit dem die Verschlusszeit um ca. vier Belichtungswerte erhöht werden kann.

Sony hat auch die Vorteile des AF-Systems voll ausgeschöpft. Der kleine RX100 VI setzt die Grundtechniken der spiegelfreien Systemkamera Alpha 9 ein, die Rekordgeschwindigkeiten und sehr variable Designmöglichkeiten erbringt. Das neue System verfügt beispielsweise über 315 Phasenerkennungsmessfelder auf dem Bildaufnehmer, die einen großen Teil des Bildes mit etwa 65 Prozent erfassen. Zusätzlich zu den Phasenerkennungspunkten verwendet der RX100 VI auch eine Messung des Kontrastes, die beide Fokussiertechniken zu einem hybriden System vereint.

Mit der kleinen Digitalkamera wird eine Technologie gemeistert, die bisher nur großen Anlagenmodellen vorbehalten war. Mit dem " Eye AF " kann Sony im Dauerfokus-Modus nicht nur ein Bild sehen, sondern auch das Bild der dargestellten Person im Blick behalten. Dies gilt auch dann, wenn das Modell das Antlitz verhältnismäßig rasch verschiebt.

Bei den ersten Probeaufnahmen in Venedig konnte das Schnellfokus-System in vielen Situationen beweisen, was es kann. Wie erwartet hat er keine Schwierigkeiten mit starren Objekten wie den baulichen Gegebenheiten, aber der kleine Sony bietet auch für schnelle Balletttänzer oder Portraitaufnahmen exakte Schärfeneinstellungen. Auch beim Fotografieren von bewegten Objekten hilft die große Aufnahmegeschwindigkeit von bis zu 24 Einzelbildern pro Sekunde, von denen dank eines großen Puffers bis zu 233 aufeinanderfolgende Bilder aufgenommen werden können.

Der RX100 VI verfügt außerdem über einen Anti-Verzerrungs-Shutter mit einer Belichtungsdauer von 1/32.000 Sekunden. Sie ist sehr leicht zu bedienen. Im Vergleich zum RX100 V ist jedoch kein Sekundenzeiger mehr nötig, der das Objektiv leicht zum Photographen hin auszieht, sondern das Sucher-System der 6.

Mit einem Vergrößerungsfaktor von 0,59 (bezogen auf das Kleinbildformat 35 mm) ist der Bildsucher recht kompakt, aber in den äußerst lichtstarken Situationen der hier abgebildeten Beispielaufnahmen sehr nützlich. Die Klappmechanik der RX100 VI wurde neu gestaltet und kann nun auch um 90° heruntergedreht werden, was in vielen Situationen nützlich ist.

Das Display ist ebenfalls berührungssensitiv, ermöglicht aber nicht wie andere Geräte die vollständige Bedienung der Maschine per Fingertipp, sondern nur eine kleine Anzahl von berührbaren Tasten. Sony gibt hier ein kleines Komfortpotential preis. Äußerst leistungsfähig erscheint der neue Exmor RS CMOS-Bildsensor, der mit einer Bildauflösung von 20,1 Megapixeln auskommt.

Aber auch bei schlechten Lichtverhältnissen bringt der Bildsensor Vorteile: Die ISO-Empfindlichkeit liegt bei ISO 11.800 oder verlängert bis ISO 25.600 Im Rahmen des kleinen Vorversuchs wurden Aufnahmen mit einer maximalen ISO 6.400 gemacht, die durch die Anti-Rausch-Filterung der Kameras eine deutliche, aber verhältnismäßig kleine Reduktion im Detail aufwiesen. Das bedeutet, dass die RX100 VI auch bei Nacht fotografieren kann, aber natürlich ist eine gute Lichtstärke auch in vielen anderen Situationen nützlich.

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