Test Sony Digitalkamera

Sony Digitalkamera testen

Sony DSC-QX10 Kamera im ersten Test: verrückt, genial, komplex Auf der IFA präsentierte Sony nicht nur die Xperia Z1, sondern auch die beiden SmartShot Kameras DSC-QX10 und QX100. Mit der QX10 konnten wir unsere erste Foto-Tour machen und Ihnen von unseren ersten Erlebnissen mit der Sucherkamera erzählen. Nokia hat mit dem 808 Purview und dem in Kürze in Deutschland erscheinenden 1020 den Megapixel-Kampf gestartet, der sich letztendlich in Geräte wie dem Samsung Galaxy S4-Zoom oder seit kurzem dem Sony Xperia Z1 manifestiert.

Statt sich nur auf die 20,7 Mio. Pixel des Xperia Z1 zu verlassen, hat Sony auf der IFA zwei weitere Merkwürdigkeiten vorgestellt, die unter den Namen Cybershot DSC-QX10 und QX100 im Produktportfolio des Anbieters enthalten sind. In der Tat sind dies Linsen mit einem optischen Zoomen, aber sie haben auch ihren eigenen Kamera-Sensor, einen eigenen Bildprozessor und einen optischen Bildausgleich.

Der Grundgedanke dieser Sucher- und Displaylessobjektive oder SmartShot-Kameras ist, dass sie nur in Verbindung mit einem Mobiltelefon oder Tablett fotografieren können. Mit einem QX10 haben wir getestet, wie das funktioniert. Die im Test verwendete DSC-QX10 ist das kleine "Objektiv" der Zwei-Mann-Linsenreihe von Sony und besitzt im Vergleich zur Serie mit QX 100 einen grösseren, 10-fachen optischem Fokus, aber auch den kleinen Bildaufnehmer und das schwache Zoomobjektiv.

Die QX10 beherbergt die gleiche Digitalkamera wie die Kompaktkamera WX150 von Sony, verfügt also über einen 1/2,3-Zoll-CMOS-Bildsensor mit 18 Megapixel Auflösung und einer Blendenöffnung, die je nach Objektivbrennweite zwischen f/3,3 und f/5,9 eingestellt werden kann. Samsung hat bereits einen CMOS-Sensor und einen 10-fachen optische Zooms in das Handygehäuse gepresst, aber das Gerät konnte weder als Handy noch als Fotoapparat wirklich begeistern.

Der Anfangsbrennweitenbereich der Sony DSC-QX10 liegt bei 25 Millimetern, mit einem Teleobjektivwert von 250 Millimetern. Wie der Nahbereich für Makroaufnahmen, gibt Sony selbst einen Abstand von 5 cm an - das konnten wir im Test des Zubehörs SmartShot jedenfalls in der breitesten Stellung nachweisen. Die Sony DSC-QX10 wird mit einem Riemen, einem USB-Kabel und dem dazugehörigen Akkupack in einer zylindrischen Box ausgeliefert.

Denn neben dem nicht vorhandenen Bildschirm kann eine komplette Digitalkamera, eine microSD-Karte oder auch ein veralteter Micro M2 von Sony zum Speichern der Aufnahmen verwendet werden. Nach dem Einlegen des Akkus wird eine zusätzliche Abdeckung aufgeschraubt, auf der sich die Halteclips für das Handy befindet.

Alles in allem erscheint die QX10 im Test überraschend wenig wertvoll, denn obwohl der Linsenrahmen zunächst den Eindruck von Metallen vermittelt, besteht er nur aus Kunststoff. Schwerwiegender sind jedoch die Bearbeitungsschwächen bei Switches und Rocker, die an der Sony DSC-QX10 angebracht sind: Die Power-Taste projiziert etwas zu weit in das Gerät und hat keinen klaren Anpresspunkt, während sich die Zoomwippe schlichtweg wackelig und weniger gut fühlt.

Selbst die von den neuesten Xperia-Modellen bekannte hochwertige Anschlussabdeckung wurde im QX10 nicht verwendet. Die QX10 macht trotz einer praxisgerechten LCD-Anzeige für den Batteriestatus, einem Dreibeingewinde und dem zweistufigem (Kunststoff-)Auslöser keinen besonders schönen ersten Eindruck und liegt in der Bearbeitung deutlich unter den Vorstellungen der Clip-On-Kamera.

Das Sony Play Memories App kann im Google Play Store oder im Apple App Store kostenfrei heruntergeladen werden - das Gerät kann erst nach der Montage mit dem Handy in Verbindung gebracht werden. Besitzt das Gerät ein NFC-Modul, genügt es, den Quarz eingeschaltet zu haben. Daraufhin findet das Handy selbständig die gewünschte Videokamera und ruft die Sony-App auf, die später anstelle der üblichen Kamera-App verwendet wird.

Falls das Gerät nicht NFC-fähig ist, wird das Sony DSC-QX10 beim öffnen von Spielspeichern über Wifi-Direct detektiert und muss einmal mit dem im Benutzerhandbuch angegebenen SSID-Schlüssel angemeldet werden. Dies geht zwar ohne großen Kraftaufwand, aber die Wlanverbindung ist für die Nutzungsdauer des QX10 standardmässig inaktiv. Das hat den großen Vorzug, dass das Glas nicht unbedingt am Handy befestigt werden muss, sondern auch auf ein Dreibein aufgeschraubt und aus der Entfernung betrieben werden kann.

Der Halter des Sony DSC-QX10, in den das Handy eingespannt wird, fixiert das Handy dank der dort eingesetzten Gummileisten fest - hier rutscht und kratzt nichts, das Glas hat das Handy fest im Griff. Im Handumdrehen haben Sie es im Blick. Das QX10 kann auch auf anderen Xperia Smartphones montiert und verwendet werden, aber es gibt zwei Vorteile.

Im Gegensatz zum Beispiel zur Xperia Y muss das Glas zentral oder auf der rechten Gehäuseseite montiert werden. Andererseits kann ein möglicher Haptik-Trigger eines Smartphone nicht zur Steuerung des Gerätes verwendet werden. Der Betrieb über Play-Memorys folgt einem bekannten, wenn auch sehr begrenzten Schema. Mit Ausnahme von Schärfe und Weissabgleich verwendet die Digitalkamera immer automatische Kontrollen, die der Benutzer nicht steuern kann - dies betrifft sowohl Belichtungszeiten als auch ISO-Werte.

Zudem gibt es nur eine geringe, aber spürbare Zeitverzögerung bei der Datenübertragung von der Fotokamera auf das Handy. Dies macht sich nicht nur bei dem auf dem Bildschirm dargestellten Bildmotiv deutlich, sondern beeinflusst auch die Bedienbarkeit, da wenigstens der Vergrößerungsfaktor über die Wipptaste am QX10 selbst wesentlich rascher eingestellt werden kann als über den Sensor.

A propos Verzögerung: Wer glaubt, mit der Sony DSC-QX10 jede Sekunde oder sogar im noch schnellerem Burst-Modus wie dem HTC Eins fotografieren zu können, sollte sich von dieser lohnen. Das Fotografieren mit der Klemmkamera von Sony ist vor allem eine Sache, und das ist schwer. Zum einen, weil die Kamera nach jedem einzelnen Photo ein kleines Menu anzeigt, das es dem Anwender ermöglicht, das Photo sofort freizugeben oder zum Digitalsucher zurückzukehren, und zum anderen, weil immer eine Vorschau des Photos auf das Handy überspielt wird.

Das Ganze ist nicht wirklich gut überlegt, zumal Play-Memorys keinen direkten Zugriff auf die Telefongalerie haben. Ärgerlich ist jedoch, dass auch die Anbindung an den QX10 geschlossen wird, sobald die Sony-App beendet wird. Wenn Sie also ein Bild in der Fotogalerie betrachten und zur Fotokamera wechseln wollen, muss zunächst eine neue Verknüpfung zwischen Fotoapparat und Handy aufgebaut werden.

Damit das QX10 während einer Stadtrundfahrt nicht verzögert wird, ist es permanent aktiv und erweitert - zumindest die Tastatursperre des Mobiltelefons kann die Geräteverbindung nicht beeinflussen. Unglücklicherweise. Die ersten Eindrücke der Bilder sind sehr gut, im Gegensatz zu den Hoffnungen, die von diesem Horror der Dienstleistung genährt werden. Das 10-fache des optischen Zooms ist im Test beeindruckend, wie beim Modell X4. Allerdings scheint auch der Bildsensor und der Bildprozessor der Sony-Kamera zu wissen, wie man mit Bildern umgeht.

Auch dort war das Rauschen weitaus stärker präsent, während die Sony DSC-QX10 hier im Test recht gut abschneidet. Schlussfolgerung: Die Cybershot DSC-QX10 ist ein seltsames Instrument - nicht nur von außen, sondern auch in Bezug auf die verwendete Softwares. Einige Einkäufer werden wahrscheinlich Probleme mit dem "Objektiv" in ihrem beweglichen Lagerraum oder gar im täglichen Leben haben, andere werden durch die Engpässe im Betrieb gestört.

Natürlich kann der QX10 auch per Radio auf Android- und iOS-Geräten verwendet werden, aber er ist so umständlich zu bedienen - jedes Mal, wenn Sie die Sony-App loslassen, verlieren Sie den Kontakt zum Glas - dass selbst hart gekochte und leidenschaftliche Amateurfotografen rasch auf die Standardkamera des Mobiltelefons zurückgreifen werden. Die erste Bewährungsprobe war für mich eine Achterbahn der Emotionen: Trotz meiner ursprünglichen Zweifel an den QX-Modellen war ich von den Bildern begeistert, während die verpfuschte Operation mich eine nach der anderen die Finger über den Schädel schlagen liess.

Unglücklicherweise ist der erste Anlauf, Sony, nicht gelungen.

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