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Polaroid Snap Touch Sofortbildkamera im Test Die " Polaroid Snap Touch " Kamera hört sich auf dem Blatt wie eine gute Sache an: eine Digitalkamera, die den Reiz von Instant-Kameras wieder zum Leben erweckt und die aufgenommenen Bilder nicht nur speichern, sondern auch gleich drucken kann - so wie man es von Polaroid-Kameras kann. Doch in der Realität zeigt der Polaroid Snap Touch einige Schwachstellen, die den Spass an der sonst erfolgversprechenden Lösung mindern.

Hellrot ist unser Prüfgerät des Schnappschusses - optischer Hingucker ist die Fotokamera und vereint Retro-Optik mit minimalistischem Erscheinungsbild. Auch das Ein- und Abschalten der Kameras wurde mit dem Pop-Up-Blitz verbunden. Dies erspart einen weiteren Taster am Apparat, birgt aber auch die Gefahr, dass sich die Kameras in der Hosentasche einschalten, da der gefederte Faltmechanismus sehr sanft ist.

So minimalistisch wie das Konzept ist auch der Funktionsumfang: Wie der "Snap" im Namen schon sagt, ist die Digitalkamera mehr für Snapshots da. Die Snapkamera basiert auf Modellen wie Instagram und ermöglicht es Ihnen, Fotos in Form von Kollagen zu erzeugen oder die Fotos so zu umrahmen, wie Sie sie aus dem Social Network kennen.

Die Fotoqualität ist nicht viel besser als bei einem aktuellen Handy. Noch schlimmer als beim Einsatz eines iPhones 7 sind die 13 Megapixel Auflösung. Außerdem ist die Handhabung des Smartphones wesentlich langsamer und komplizierter, als Sie es von einem Handy gewöhnt sind.

Wie man es von einem Handy her gewohnt ist, haben wir versucht, uns durch Tippen auf den Monitor zu konzentrieren - allerdings vergeblich. Oftmals wird dann für einen Augenblick nach Schärfe gesucht, bis die Schärfe erreicht ist. Das, was sich kurz anhört, scheint wie eine kleine Unendlichkeit im Gegensatz zu einem herkömmlichen Handy - vor allem, wenn man gleich das folgende Bild machen will.

Die Besonderheit, die den Polaroid Snap Touch in erster Linie auszeichnet, ist jedoch die Tatsache, dass die Bilder vorab ausgedruckt werden können. Der Fotoapparat selbst benötigt keine Farbe, da das Material im Lieferumfang enthalten ist. Das Touch-Screen ist auch eine Lasche zum Einlegen des Zinkpapiers in die Aufnahme.

Das Drucken benötigt 40 Sek., aber Sie können trotzdem fotografieren. Bei den 5 x 7,6 cm großen Bildern ist die Qualität gut - die Aufnahmen sind adäquat. In den Testaufnahmen konnte ein rötlich, dann ein starker blauer Stachel auf den Bildern beobachtet werden, die in den Digitalbildern nicht vorlagen.

Sie können auch Bilder von Ihrem Handy an den Fotoapparat senden und drucken. Sie legt gern auf und antwortet nicht mehr auf Benutzereingaben. Wenn Sie mit einem Freund zusammen sind und nur einen Augenblick zusammen einfangen wollen, kann ein solcher Irrtum Ihre Stimmung zerstören - und Sie können den passenden Augenblick für ein Bild auslassen.

Ärgerlich auch: Der eingebaute Bildspeicher ist nur für 16 Bilder ausreichend - wenn Sie mehr aufnehmen wollen, müssen Sie eine Micro-SD-Karte einbauen. Der Polaroid Snap Touch ist ein aufregender Ansatz, den Reiz von Instant-Kameras ins Digitalzeitalter zu heben. Mit der auffallenden optischen Erscheinung und dem gleichnamigen Begriff "Polaroid" ist das Ergebnis ein Lifestyle-Produkt, das schon durch sein tolles Aussehen Freundschaften schließt.

Technisch ist die Digitalkamera jedoch weit weniger überzeugend als das Objektiv: Der Schnappschuss ist zu langsam, zu fehleranfällig. Wer auf der Suche nach einer schnellen Druckmöglichkeit für Bilder ist, ist mit einem eigenen Zinkdrucker und Bildern von seinem Handy besser beraten - z.B. HP, aber auch Polaroid selbst haben solche Bilder im Programm.

Der Preis beträgt rund 120 EUR und ist damit gut 80 EUR billiger als der Polaroid Snap Touch, der rund 200 EUR beträgt. Noch gibt es bei uns eine Reihe solcher Fotokameras, die bei gut 70 Cent beginnen - aber auch hier fehlen die digitalen Komponenten.

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